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Lohaus

Allgemeines

Häufigkeit
382
Rang
9626
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Wohnstätte zu mittelniederdeutsch lōhūs ‘Gerberhaus, Verkaufsstelle für Lohgerber’ für jemanden, der in der Nähe eines Gerberhauses wohnt. Von Gerberhäusern (siehe auch Gerber 1) ging ein übler Geruch aus, weshalb die nähere Umgebung als Wohnort nach Möglichkeit gemieden wurde.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Wohnstätte zu mittelniederdeutsch , loh , loch , , lage ‘Gehölz, Gebüsch’ und mittelniederdeutsch hūs ‘(Wohn-)Haus’ für jemanden, der in einem Haus an einem Gehölz oder kleinen Wald wohnt.
  2. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Lohaus (mehrfach in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern). Da es sich hierbei meist um sehr kleine Wohnplätze oder Höfe handelt, kommt diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 2, Seite 74) allenfalls in wenigen Einzelfällen infrage.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Hier S. 432-433.
  • Hier S. 74.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Julia Griebel
Veröffentlichungsdatum
04.11.2022
Zitierhinweis

Griebel, Julia, Lohaus, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/9643/1 >