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Gudat

Allgemeines

Häufigkeit
408
Rang
8956
Sprachvorkommen
deutsch
Region
Ostpreußen

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Herkunft, siehe Guddatis 1. Es handelt sich um eine morphologische Variante, bei der im Zuge der Eindeutschung die Endung -is getilgt wurde.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Wohnstätte zu Ableitungen mit dem baltischen Stamm gud- ‘Wald, Heide’. Es liegt eine Bildung mit dem litauischen patronymischen Suffix -at vor (siehe Kohlheim/, Kohlheim 2005, Seite 296). Diese Deutung kann nicht zutreffen, da der Familienname Gudat historisch vor allem im litauischen Sprachgebiet verbreitet war (siehe Historische Verbreitung), wohingegen der angeführte baltische Stamm gud ‘Wald, Heide’ sicher nur für das Altpreußische (vgl. gudde ‘Gebüsch’), jedoch nicht für das Litauische bezeugt ist.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 02.08.2021.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 296.
  • Schiller, Christiane (2008): Familiennamen preußisch-litauischer Provenienz in der Bundesrepublik. In: Zunamen – Zeitschrift für Namenforschung. 3/1. S. 38-58. Hier S. 52.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Christiane Schiller
Veröffentlichungsdatum
17.01.2022
Zitierhinweis

Schiller, Christiane, Gudat, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/8961/1 >