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Hager

Allgemeines

Häufigkeit
3418
Rang
814
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland
Österreich

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Wohnstätte, siehe Haag 1. Es liegt ein Derivat mit dem Suffix -er vor. Zusätzlich variiert die Schreibung.
  2. Benennung nach Herkunft, siehe Haag 2. Es liegt ein Derivat mit dem Suffix -er vor. Zusätzlich variiert die Schreibung. Aufgrund der Verbreitung kommen insbesondere die Siedlungen in Bayern infrage. In einigen Fällen ist auch eine Ableitung von dem Siedlungsnamen Hagen möglich, siehe Hagen 2.
  3. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum deutschen Rufnamen Hager. Der Rufname basiert auf den Namengliedern althochdeutsch, altsächsisch hag , hagan ‘Einhegung, umfriedeter Ort’ und althochdeutsch, altsächsisch heri ‘Heer’.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch, mittelniederdeutsch hager ‘dürr, mager’ für einen dünnen Menschen. Das Wort hager erscheint erst spät und bleibt zunächst noch selten (Deutsches Wörterbuch, letzter Zugriff: 07.11.2019; siehe auch Brechenmacher 1957-1960, Band 1, Seite 634).

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungsnamen Hager (Wohnplätze in Bad Griesbach im Rottal, Landkreis Passau, und in Unterneukirchen, Landkreis Altötting, beide in Bayern), Häger (Bauerschaft in Nienberge, einem Stadtteil von Münster in Westfalen; Ortsteil von Werther, Kreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen). Diese Deutung (siehe Kohlheim/Kohlheim 2005, Seite 303) ist aufgrund der Verbreitung des Familiennamens sowie aufgrund der geringen Größe der Siedlungen weitgehend auszuschließen. Die von Kohlheim/Kohlheim ebenfalls genannte Siedlung Hager in Ostfriesland ist auszuschließen, da es sich dabei um das Wohngebiet Hilgenbur in Hage (Ortsteil der Samtgemeinde Lütetsburg, Landkreis Aurich, Niedersachsen) handelt ( Hager Hilgenbur ).

Historischer Namenbeleg

Hager (Rufname)

Belegjahr
1072
Belegort
Bremen
Quellenangabe
Förstemann, 1966, Spalte 717.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Österreich

Häufigkeit
2252
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Schweiz

Häufigkeit
401
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2015
Quelle
files.newsnetz.ch/extern/infografik/namenkarte/, letzter Zugriff 07.11.2019.

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 28.05.2019.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Brechenmacher, Josef Karlmann (1957): Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen. Band 1. Limburg an der Lahn. Hier S. 634.
  • Förstemann, Ernst (1966): Altdeutsches Namenbuch. Erster Band: Personennamen. 2. Auflage. München. Hier Sp. 717.
  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 303.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2013): Deutscher Familiennamenatlas. Band 4: Familiennamen nach Herkunft und Wohnstätte. Berlin und Boston. Hier S. 282-285.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
02.05.2021
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Hager, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/814/1 >