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Beer

Allgemeines

Häufigkeit
6241
Rang
383
Sprachvorkommen
deutsch
englisch
niederländisch
Hauptverbreitung
Deutschland
Schweiz
Österreich
USA
Großbritannien
Niederlande

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einem deutschen Rufnamen mit dem Namenglied althochdeutsch bero , altsächsisch bero , bern ‘Bär’. Der Familienname geht entweder auf den einstämmigen Rufnamen Bero oder auf Kurzformen aus Vollformen wie Berwin oder Berwart zurück. Der Familienname kann in Einzelfällen auch niederländischer Herkunft sein, wobei entsprechende Rufnamen zu veranschlagen sind.
  2. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch bër , mittelniederdeutsch bare ‘Bär’ für einen starken, tapferen Menschen.
  3. Benennung nach Herkunft, siehe Beier 1. Es handelt sich um eine Lautvariante mit der in Schlesien und Sachsen aufgetretenen Monophthongierung ei > ē (siehe Bahlow 1953, Seite 122).

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Wohnstätte zu einem Hausnamen Zum Bären.
  2. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch bēr , mittelniederdeutsch bēr , beier ‘Eber, Zuchteber’ für einen Menschen, der besonders stark oder kräftig ist.
  3. Benennung nach Übername zu mittelenglisch bere , ber ‘Bär’ für einen starken, tapferen Menschen.
  4. Benennung nach Wohnstätte zu den Flurnamen Beer, Beera, Beere, Beare oder Beara, die in Devon, im Südwesten Englands, sehr häufig vorkommen (siehe Hanks/Coates/McClure 2016, Band 1, Seite 188).

Historischer Namenbeleg

Robert le Beer

Belegjahr
1296
Belegort
Sussex
Quellenangabe
Hanks/Coates/McClure, 2016, Seite 188.

Nickel Ber

Belegjahr
1369
Belegort
Liegnitz (Legnica, Polen)
Quellenangabe
Bahlow, 1975, Seite 16.

relicte Drewes tom bern

Belegjahr
1478
Belegort
Calbe
Quellenangabe
Zoder, 1968, Seite 185.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

USA

Häufigkeit
5743
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2000
Quelle
names.mongabay.com/data/1000.html, letzter Zugriff 24.05.2019.

Großbritannien

Häufigkeit
5018
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2011
Quelle
Hanks/Coates/McClure 2016, Band 1, Seite 188.

Schweiz

Häufigkeit
923
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2015
Quelle
files.newsnetz.ch/extern/infografik/namenkarte/, letzter Zugriff 24.05.2019.

Österreich

Häufigkeit
759
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Polen

Häufigkeit
556
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2002
Quelle
Rymut 2003, Seite 474.

Niederlande

Häufigkeit
478
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2007
Quelle
cbgfamilienamen.nl/nfb/, letzter Zugriff 24.05.2019.

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 24.05.2019.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Bahlow, Hans (1953): Schlesisches Namenbuch. Kitzingen. Hier S. 122.
  • Bahlow, Hans (1975): Liegnitzer Namenbuch. Familiennamen, gedeutet aus d. Quellen d. Mittelalters. Lorch (Württemberg). Hier S. 16.
  • Debrabandere, Frans (2003): Woordenboek van de familienamen in België en Noord-Frankrijk. Amsterdam [u.a.]. Hier S. 102.
  • Ernst-Zyma, Gertrude (1995): Familiennamen aus Österreich. Gesammelt, belegt und erläutert anhand ihres Vorkommens in Münichsthal und Wolkersdorf im Weinviertel, Niederösterreich. Band 1. Wien. Hier S. 143-146.
  • Hanks, Patrick (Hrsg.) (2003): Dictionary of American Family Names. Band 1. Oxford, New York. Hier S. 125-126.
  • Hanks, Patrick/Coates, Richard/McClure, Peter (2016): The Oxford Dictionary of Family Names in Britain and Ireland. Band 1. Oxford. Hier S. 188.
  • Hellfritzsch, Volkmar (2007): Personennamen Südwestsachsens. Die Personennamen der Städte Zwickau und Chemnitz bis zum Jahre 1500 und ihre sprachgeschichtliche Bedeutung. Leipzig. Hier S. 32.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2017): Deutscher Familiennamenatlas. Band 6: Familiennamen aus Rufnamen. Berlin und Boston. Hier S. 47-49.
  • Rymut, Kazimierz (2003): Słownik nazwisk używanich w Polsce na paczątku XXI wieku (CD ROM). Kraków. Hier S. 474.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 185.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
02.05.2021
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Beer, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/383/1 >