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Grunewald

Allgemeines

Häufigkeit
1204
Rang
2712
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Wohnstätte, siehe Grünewald 1. Es handelt sich um eine Lautvariante ohne Umlaut.
  2. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Grunewald (mehrfach in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen).

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungsnamen Grünewald (Brandenburg, Niedersachsen, historisch auch in Pommern, heute Mieszałki, Polen),Gronewald (Ortsteil des Stadtteiles Herkenrath von Bergisch Gladbach, Rheinisch-Bergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen). Aufgrund der Verbreitung des Familiennamens und aus lautlichen Gründen kommt diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 1, Seite 620, Seite 629) nur in Einzelfällen infrage.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungsnamen Grünewalde (Ortsteil von Schönebeck (Elbe), Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt; Ortsteil von Lauchhammer, Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Brandenburg), Grünwald (mehrfach in Bayern und Baden-Württemberg; historisch auch in Pommern und Schlesien, heute Polen und Tschechien) und Grönwohld (Kreis Stormarn und Ortsteil von Schwedeneck, Kreis Rendsburg-Eckernförde, beide Schleswig-Holstein). Diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 1, Seite 620, Seite 629;Kohlheim/Kohlheim 2005, Seite 295) ist aufgrund der Verbreitung des Familiennamens und aus lautlichen Gründen weitgehend auszuschließen. Die Siedlung Gronwalde (jetzt Krasnosnamenskoje, Russland) wurde erst 1935 von Klein Girratischken in Gronwalde umbenannt und kommt deshalb nicht infrage.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 16.04.2019).

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 295.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 283-285.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 620 und 629.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Julia Griebel
Veröffentlichungsdatum
01.08.2022
Zitierhinweis

Griebel, Julia, Grunewald, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/2713/1 >