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Matz

Allgemeines

Häufigkeit
2303
Rang
1277
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Matz, einer Kurzform von Matthias (zum Rufnamen siehe Matthias 1).
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Matz, einer Kurzform von Matthäus (zum Rufnamen siehe Matthäus 1). Es kam häufig zu einer Vermischung der Kurzformen von Matthäus und Matthias.

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Matz, einer Kurzform von Rufnamen, die auf verschiedene Namenglieder zurückgehen, z.B. althochdeutsch magan , altsächsisch mugan ‘fähig, mächtig sein, vermögen’, althochdeutsch, altsächsisch maht ‘Macht, Kraft, Vermögen’, germanisch *maþa- , verkürzt aus germanisch *maþl- , ‘Rat, Versammlung, Rede’, althochdeutsch, altsächsisch māri ‘angesehen, berühmt’ oder althochdeutsch marcha , altsächsisch marka ‘Grenze’. Für diese Deutung (siehe Gottschald 2006, Seite 344) fehlen sowohl Belege als auch die Zuordnung zu bestimmten Rufnamen, daher ist sie unsicher.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Übername zu neuhochdeutsch Matz ‘einfältiger, feiger Mensch’. Der appellativische Gebrauch des Rufnamens ist wohl erst neuzeitlich und von daher ist es fraglich, ob diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 2, Seite 128) für den Familiennamen zutreffen kann.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Polen

Häufigkeit
315
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2002
Quelle
Rymut 2003, Seite 7015.

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 10.01.2020.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 344.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2012): Deutscher Familiennamenatlas. Band 3: Morphologie der Familiennamen. Berlin und Boston. Hier S. 460-463.
  • Rymut, Kazimierz (2003): Słownik nazwisk używanych w Polsce na paczątku XXI wieku (CD ROM). Kraków. Hier S. 7015.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 2. Hildesheim. Hier S. 128.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
04.10.2022
Zitierhinweis

Heuser, Rita, Matz, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/1277/1 >