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Eichel

Allgemeines

Häufigkeit
665
Rang
5301
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch eichel , mittelniederdeutsch ēkel , eikel , eckel ‘Eichel, Eichelmast, Frucht der Eiche, oft in der Funktion des Schweinefutters’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für einen Eichelsammler bzw. Schweinemäster, -halter.
  2. Benennung nach Wohnstätte, siehe Eich 1. Hier liegt ein Diminutiv mit dem Suffix -el vor.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einer Rufnamenkurzform mit dem Namenglied althochdeutsch ekka , egga , altsächsisch eggia ‘(Schwert-)Schneide, Spitze’ zu Vollformen wie Eichardt, Eichhold. Hier liegt ein Diminutiv mit dem Suffix -el vor.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Eichel (Stadtteil von Wertheim, Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg). Aufgrund der Verbreitung des Familiennamens kommt diese Deutung (siehe Kohlheim/Kohlheim 2005, Seite 215) nicht in Frage.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 12.02.2020.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 215.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2011): Deutscher Familiennamenatlas. Band 2: Graphematik/Phonologie der Familiennamen II: Konsonantismus. Berlin und New York. Hier S. 704.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
01.12.2021
Zitierhinweis

Heuser, Rita, Eichel, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/5301/1 >