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Steinmeier

Allgemeines

Häufigkeit
691
Rang
5055
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelniederdeutsch stēn , mittelhochdeutsch stein ‘Stein, Fels’ und mittelniederdeutsch, mittelhochdeutsch meier , meiger ‘Meier, Oberbauer’. Es handelt sich um einen lokalisierten Berufsnamen für einen Meier, der an einem steinigen, felsigen Gelände wohnt. Der Name kann sich auch auf den Namen des Hofes beziehen, siehe Steinhof.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Wohnstätte, siehe Steinmann 2. Vor allem in Westfalen und Niedersachsen kam es zu einem Wechsel der Namenzusätze -mann und -meier .
  2. Benennung nach Beruf zu Siedlungsnamen wie Stein (mehrfach in Deutschland), Steinum (z.B. Groß Steinum, Landkreis Helmstedt, Niedersachsen), Steinem (Wüstung im Kreis Wolfenbüttel, Niedersachsen) und mittelniederdeutsch, mittelhochdeutsch meier , meiger ‘Meier, Oberbauer’ für einen Meier, der aus einer entsprechenden Siedlung stammt.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Rufname, siehe Steinmar 1. Hier ist das Rufnamenzweitglied in Anlehnung an die häufigen Komposita auf -meier umgedeutet. Der Austausch des Rufnamenglieds -mar durch -meier ist vor allem in den Dialektgebieten um Hannover und Hildesheim belegt, allerdings aufgrund der Seltenheit des Rufnamens hier weitgehend auszuschließen.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Zoder, Rudolf (1951): Die niedersächsischen Meier. Eine sozial- und agrargeschichtliche Studie an Hand der Familiennamen auf -"meier". Hildesheim. Hier S. 39-40.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
17.06.2024
Zitierhinweis

Heuser, Rita, Steinmeier, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/5058/1 >