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Kleeblatt

Allgemeines

Häufigkeit
133
Rang
28107
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Wohnstätte zum Hausnamen [Zum] Kleeblatt bzw. zu einem Hauszeichen, das ein Kleeblatt zeigt. Für Erfurt sind z.B. Hausnamen wie zu den drei Kleeblättern , zum güldenen Kleeblatt belegt (siehe Grohne 1912, Seite 195). Der meist dreiblättrig dargestellte Klee soll die christliche Dreifaltigkeit symbolisieren (siehe Zoder 1968, Band 1, Seite 897). Kleeblätter waren auch ein beliebtes Wappenmotiv, sie sind heute noch z.B. in den Wappen der Städte Hannover und Fürth abgebildet.
  2. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch klēblat ‘Kleeblatt’. Das vierblättrige Kleeblatt galt schon im Mittelalter als Glücksbringer (siehe Hoffmann-Krayer/Bächtold-Stäubli 1931-1932, Band 4, Spalte 1448). Der Familienname steht im übertragenen Sinn also für eine glückliche Person, jemanden, der viel Glück in seinem Leben hat.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 02.02.2023.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Grohne, Ernst (1912): Die Hausnamen und Hauszeichen. Ihre Geschichte, Verbreitung und Einwirkung auf die Bildung der Familien- und Gassennamen. Göttingen. Hier S. 195.
  • Hoffmann-Krayer, Eduard (Hrsg.) (1931): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Band 4: Hieb- und stichfest – knistern. Berlin, Leipzig. Hier Sp. 1448.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2013): Deutscher Familiennamenatlas. Band 4: Familiennamen nach Herkunft und Wohnstätte. Berlin und Boston. Hier S. 1003-1004.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 897.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Anne Rosar
Veröffentlichungsdatum
03.06.2024
Zitierhinweis

Rosar, Anne, Kleeblatt, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/28164/1 >