Zurück zur Liste

Grafe

Allgemeines

Häufigkeit
1363
Rang
2345
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch grāve , grēbe , ‘königlicher Gerichtsvorsitzer, Graf’, mittelniederdeutsch grēve , grāve ‘Graf, Vorsteher, Richter’. Ursprünglich war damit ein Angehöriger des Adels oder ein höherer Verwalter mit richterlichen Befugnissen gemeint, später wurden damit auch einfache Aufseher, Verwalter und Dorfschulzen bzw. Dorfvorsteher bezeichnet. Gelegentlich kann es sich um jemanden handeln, der sich in einem Dienstverhältnis zu einem Grafen befindet (siehe Kunze/Nübling 2009, Band 1, Seite 49).

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch grāve , grēve ‘königlicher Gerichtsvorsitzer, Graf’, mittelniederdeutsch grēve , grāve ‘Graf, Vorsteher, Richter’ nach Eigenschaften oder Verhaltensweisen, die an einen Grafen erinnern, z.B. „wie ein Graf speisen, reden, einherschreiten“ (Kunze/Nübling 2009, Band 1, Seite 49).

Historischer Namenbeleg

Ulrich Grafe von Nurenberg messirsmidt

Belegjahr
1406
Belegort
Frankfurt am Main
Quellenangabe
Steffens, 2019, Seite 94.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 48-51.
  • Steffens, Rudolf (2019): Die Familiennamen der Reichsstadt Frankfurt am Main im 15. Jahrhundert. St. Ingbert. Hier S. 94.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
21.10.2021
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Grafe, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/2345/1 >