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Knaus

Allgemeines

Häufigkeit
1446
Rang
2202
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland
Schweiz

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch knūӡ ‘keck, vermessen, hochfahrend’ für einen kecken, vorwitzigen oder eingebildeten, eitlen Menschen.
  2. Benennung nach Übername zu frühneuhochdeutsch knaus , mittelniederdeutsch knūst ‘Knorren, Auswuchs, Verdickung, knorrige Ecke der Brotrinde’ für einen knorrigen, derben oder kleinen korpulenten Menschen oder für jemanden, der in dürftigen Verhältnissen, von Brotkanten lebt.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Knaus (Ortsteil von Altusried, Landkreis Oberallgäu, Bayern).

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch knus ‘Stoß’ für eine forsche, agressive Person. Diese Deutung (siehe Zoder 1068, Band 1, Seite 920) ist aufgrund der Lautung auszuschließen, da bei mittelhochdeutschem kurzem u die Diphthongierung nicht eintritt.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Schweiz

Häufigkeit
226
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2015
Quelle
interaktiv.tagesanzeiger.ch/newsnetz/namenkarte/, letzter Zugriff 19.04.2021.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2016): Deutscher Familiennamenatlas. Band 5: Familiennamen nach Beruf und persönlichen Merkmalen. Berlin und Boston. Hier S. 708-709.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 920.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
15.09.2021
Zitierhinweis

Heuser, Rita, Knaus, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/2204/1 >