Zurück zur Liste

Rogge

Allgemeines

Häufigkeit
3063
Rang
931
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch rocke , roc , rogge , mittelniederdeutsch rogge ‘Roggen’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für einen Roggenbauern, einen Roggenhändler oder einen Roggenbrotbäcker.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum deutschen Rufnamen Rogge, dessen Etymologie unklar ist (entweder zum deutschen Rufnamen Rocco, der auf althochdeutsch rohōn ‘in der Schlacht brüllen’ basiert, oder zu althochdeutsch hruod , altsächsisch *hrōth , *rōth ‘Ruhm’ und althochdeutsch, altsächsisch *gēr ‘Speer’, siehe Förstemann 1966, Spalte 880).
  2. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungnamen Rogge (Ortsteil der Stadt Lengerich (Westfalen), Kreis Steinfurt; Kreis Recklinghausen, beides Nordrhein-Westfalen) und Roggen (historisch mehrfach in Ostpreußen, heute Polen).

Historischer Namenbeleg

Joh. Rogghe zu Meppen

Belegjahr
1482
Belegort
Hannover
Quellenangabe
Brechenmacher, 1960, Seite 423.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 20.01.2021.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Brechenmacher, Josef Karlmann (1960): Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen. Band 2. Limburg an der Lahn. Hier S. 423.
  • Förstemann, Ernst (1966): Altdeutsches Namenbuch. Erster Band: Personennamen. 2. Auflage. München. Hier Sp. 880.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2016): Deutscher Familiennamenatlas. Band 5: Familiennamen nach Beruf und persönlichen Merkmalen. Berlin und Boston. Hier S. 40-44.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Julia Fritzinger
Veröffentlichungsdatum
16.05.2022
Zitierhinweis

Fritzinger, Julia, Rogge, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/931/1 >