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Grünewald

Allgemeines

Häufigkeit
3072
Rang
929
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Wohnstätte zu mittelhochdeutsch grüene ‘grün’ und mittelhochdeutsch walt ‘Wald’ für jemanden, der in der Nähe eines Waldes oder bei einem entsprechend benannten Flurstück wohnt.
  2. Benennung nach Herkunft zum Siedlungnamen Grünewald (Brandenburg, Niedersachsen, historisch auch in Pommern, heute Mieszałki, Polen) und Gronewald (Ortsteil des Stadtteiles Herkenrath von Bergisch Gladbach, Rheinisch-Bergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen).

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungsnamen Grunewald (mehrfach in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen), Grünewalde (Ortsteil von Schönebeck (Elbe), Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt; Ortsteil von Lauchhammer, Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Brandenburg) und Grünwald (mehrfach in Bayern und Baden-Württemberg; historisch auch in Pommern, Niederschlesien, Oberschlesien, heute Polen und Tschechien). Aufgrund der geringen Größe der Siedlungen und der Verbreitung des Familiennamens kommt diese Deutung (siehe Kohlheim/Kohlheim 2005, Seite 295; Brechenmacher 1960, Band 1, Seite 602) nur in Einzelfällen infrage.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungnamen Grönwohld (Kreis Stormarn und Ortsteil von Schwedeneck, Rendsburg-Eckernförde, beide Schleswig-Holstein) und Gronwalde (Ostpreußen, heute Polen). Aufgrund der (historischen) Verbreitung des Familiennamens und aus lautlichen Gründen ist diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 1, Seite 620, Seite 629) auszuschließen.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung des Familiennamens sieheNamensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 15.04.2019.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Brechenmacher, Josef Karlmann (1957): Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen. Band 1. Limburg an der Lahn. Hier S. 602.
  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 295.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 283-285.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 620 und 629.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Julia Griebel
Veröffentlichungsdatum
15.11.2021
Zitierhinweis

Griebel, Julia, Grünewald, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/929/1 >