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Jonas

Allgemeines

Häufigkeit
3268
Rang
857
Sprachvorkommen
deutsch
ungarisch
englisch
tschechisch
Hauptverbreitung
Deutschland
Ungarn
USA
Tschechische Republik

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Jonas, der griechischen Form des hebräischen Rufnamens Yonah (< hebräisch yōnā ‘Taube’). Der Rufname war im deutschen Sprachgebiet durch die Bibel bekannt. Der Prophet Jonas wurde vom Tode des Ertrinkens durch einen großen Fisch gerettet, der ihn verschlang und später an Land spie. Der Familienname kann auch durch Zuwanderung nach Deutschland gelangt sein, besonders aus den USA, Ungarn (hier Eindeutschung aus Jónás) oder Tschechien (hier Eindeutschung aus Jonáš), wobei stets dieselbe Bedeutung vorliegt.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Jonas (polnisch Janaszów), Ortsteil von Pontwitz (polnisch Poniatowice) in der Woiwodschaft Niederschlesien (Polen). Diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 1, Seite 819) ist weitgehend auszuschließen, da die betreffende Siedlung sehr klein ist.

Historischer Namenbeleg

jonas (Rufname)

Belegjahr
1197
Belegort
Aachen
Quellenangabe
dmnes.org/cite/jonas/1197/quix-vol1, letzter Zugriff: 27.03.2018.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Ungarn

Häufigkeit
11961
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2007
Quelle
Hajdú 2012, Seite 522.
Kommentar zur Verbreitung im Ausland

Die Angaben beziehen sich auf die Namenform Jónás .

USA

Häufigkeit
8572
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2000
Quelle
namecensus.com/, letzter Zugriff 30.07.2021.

Tschechische Republik

Häufigkeit
1860
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2016
Quelle
kdejsme.cz, letzter Zugriff 28.03.2018.
Kommentar zur Verbreitung im Ausland

Die Angaben beziehen sich auf die Namenform Jonáš .

Niederlande

Häufigkeit
496
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2007
Quelle
cbgfamilienamen.nl/nfb/, letzter Zugriff 28.03.2018.

Polen

Häufigkeit
439
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2002
Quelle
Rymut 2003, Seite 4402.

Frankreich

Häufigkeit
369
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Geburtenzahlen
Jahr der Quelle
1966-1990
Quelle
geopatronyme.com, letzter Zugriff 28.03.2018.

Belgien

Häufigkeit
333
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2008
Quelle
www.familienaam.be, letzter Zugriff 28.03.2018.

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 10.12.2021.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Hajdú, Mihály (2012): Újmagyarkori családneveink tára. XVIII - XXI. század. [Sammlung der ungarischen Familiennamen der Neuzeit: 18.-21. Jh.]. I. adatok [1. Band]. Budapest. Hier S. 522.
  • Hanks, Patrick (2003): Dictionary of American Family Names. Band 2. Oxford, New York. Hier S. 254.
  • Kohlheim, Volker/Kohlheim, Rosa (2016): Duden: Das große Vornamenlexikon. Herkunft und Bedeutung von über 8000 Vornamen. 5. Auflage. Berlin. Hier S. 241.
  • Menk, Lars (2005): A Dictionary of German-Jewish Surnames. Bergenfield. Hier S. 401.
  • Rymut, Kazimierz (2003): Słownik nazwisk używanych w Polsce na paczątku XXI wieku (CD ROM). Kraków. Hier S. 4402.
  • Seibicke, Wilfried (1998): Historisches Deutsches Vornamenbuch. Band 2: F-K. Berlin und New York. Hier S. 588-589.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 819.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
04.11.2022
Zitierhinweis

Dräger, Kathrin, Jonas, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/857/1 >