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Hose

Allgemeines

Häufigkeit
471
Rang
7631
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch hose , mittelniederdeutsch hose , hase ‘Bekleidung der Beine und der Füße’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für den Hosenschneider. Als Hose wurde ursprünglich eine strumpfähnliche Beinbekleidung bezeichnet, die von den Füßen bis an die Knie reichte (vergleiche auch englisch hose ‘Strumpf’).
  2. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch hose , mittelniederdeutsch hose , hase ‘Bekleidung der Beine und der Füße’ für den Träger auffälliger Beinkleidung.
  3. Benennung nach Wohnstätte zum häufigen Flurnamen Hose, wohl nach der charakteristischen Form für ein langes, schmales Landstück.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Hoza, einer slawischen Form von Hosea . Hier liegt eine eingedeutschte Lautvariante vor(siehe Gottschald 2006, Seite 260; Mucke 1984, Seite 572). Aufgrund der Verbreitung des Familiennamens kann diese Deutung nur in wenigen Einzelfällen zutreffen.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 260.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2016): Deutscher Familiennamenatlas. Band 5: Familiennamen nach Beruf und persönlichen Merkmalen. Berlin und Boston. Hier S. 477-480.
  • Mucke, Ernst (Hrsg.) (1984): Abhandlungen und Beiträge zur sorbischen Namenkunde (1881-1929). Köln und Wien. Hier S. 572.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Mirjam Schmuck
Veröffentlichungsdatum
04.10.2022
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel und Schmuck, Mirjam, Hose, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/7642/1 >