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Martin

Allgemeines

Häufigkeit
20744
Rang
71
Sprachvorkommen
deutsch
französisch
englisch
spanisch
Hauptverbreitung
Deutschland
Frankreich
USA
Großbritannien
Spanien

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Martin. Der ursprünglich lateinische Rufname Martinus geht auf den gleich lautenden römischen Beinamen zurück (< lateinisch Mārs , Mārtis , Name des Kriegsgottes). Der Rufname wurde im Mittelalter vor allem durch die Verehrung des heiligen Martin, Bischof von Tours (4. Jahrhundert), gebräuchlich. Der Familienname kann auch durch Zuwanderung nach Deutschland gelangt sein, besonders aus Frankreich, den USA, Großbritannien oder Spanien (hier Eindeutschung aus Martín), wobei stets dieselbe Bedeutung vorliegt.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Wohnstätte zu Örtlichkeitsnamen, die auf nach dem heiligen Martin benannte Kirchen, Klöster und Ähnliches zurückgehen (siehe Zoder 1968, Band 2, Seite 123).
  2. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Martin, der mehrfach in England auftritt (siehe Hanks 2003, Band 2, Seite 523). Diese Deutung kommt vereinzelt bei Herkunft aus dem englischen Sprachraum in Betracht.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

USA

Häufigkeit
672711
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2000
Quelle
names.mongabay.com/data/m/MARTIN.html, letzter Zugriff 05.06.2020.

Spanien

Häufigkeit des Namens in erster Position:
486652
Häufigkeit des Namens in zweiter Position:
485063
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2019
Quelle
www.ine.es/apellidos/formGeneralresult.do?L=0&vista=3&orig=ine&cmb3=99&cmb6=Martin, letzter Zugriff 05.06.2020.

Großbritannien

Häufigkeit
102139
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
1998
Quelle
gbnames.publicprofiler.org, letzter Zugriff 23.05.2016.

Frankreich

Häufigkeit
65081
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Geburtenzahlen
Jahr der Quelle
1966-1990
Quelle
geopatronyme.com, letzter Zugriff 23.05.2016.

Belgien

Häufigkeit
9008
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2008
Quelle
www.familienaam.be, letzter Zugriff 23.05.2016.

Schweiz

Häufigkeit
2410
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2015
Quelle
files.newsnetz.ch/extern/infografik/namenkarte/, letzter Zugriff 06.12.2019.

Italien

Häufigkeit
2847
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
1999-2014
Quelle
cognome.alfemminile.com/w/cognomi/italia.html, letzter Zugriff 23.05.2016.

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 28.05.2019.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Hanks, Patrick (2003): Dictionary of American Family Names. Band 2. Oxford, New York. Hier S. 523.
  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2014): Duden: Das große Vornamenlexikon. Herkunft und Bedeutung von über 8000 Namen. 4 Auflage. Berlin [u.a.]. Hier S. 287.
  • Kollmann, Cristian/Gilles, Peter/Muller, Claire (2016): Luxemburger Familiennamenbuch. Berlin, Boston. Hier S. 225-226.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 38-41 und 680-683.
  • Seibicke, Wilfried (2000): Historisches Deutsches Vornamenbuch. Band 3: L-Sa. Berlin und New York. Hier S. 244-246.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 2. Hildesheim. Hier S. 123.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
15.04.2021
Zitierhinweis

Dräger, Kathrin, Martin, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/71/1 >