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Hoyer

Allgemeines

Häufigkeit
3897
Rang
695
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Hoyer. Der Rufname basiert auf den Namengliedern althochdeutsch hugu , altsächsisch hugi ‘Sinn, Gedanke’ und althochdeutsch, altsächsisch gēr ‘Speer’.
  2. Benennung nach Beruf, siehe Heuer 1. Es liegt eine Schreibvariante vor.
  3. Benennung nach Beruf, siehe Heuer 2. Es liegt eine Schreibvariante vor.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Beruf, siehe Heier 3. Es handelt sich um eine Lautvariante mit Rundung ei > oi , hier in der Schreibung mit oy .
  2. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Hoya (Landkreis Nienburg (Weser), Niedersachsen; ehemalige Siedlung im Stadtgebiet von Dransfeld, Landkreis Göttingen, Niedersachsen). Es liegt ein Derivat mit dem Suffix -er vor. Aufgrund der Verbreitung des Familiennamens sowie aus lautlichen Gründen sind die Siedlungsnamen Huje (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein) (siehe Naumann 2007, Seite 143) und Huy (Belgien) (siehe Brechenmacher 1957-1960, Band 1, Seite 745) weitgehend auszuschließen.

Historischer Namenbeleg

Hogerus de Piscina

Belegjahr
1240
Belegort
Hildesheim

=

Hoyerus de Piscina

Belegjahr
1242
Belegort
Hildesheim
Quellenangabe
Zoder, 1968, Seite 784.

Lorentz Hoyer

Belegjahr
1466
Belegort
Chemnitz

=

Lorencz Hoer

Belegjahr
1487
Belegort
Chemnitz
Quellenangabe
Hellfritzsch, 2007, Seite 116.

Asman Haier

Belegjahr
1542
Belegort
Amt Vogtsberg

=

Aßmus Hoyerr

Belegjahr
1542
Belegort
Amt Vogtsberg
Quellenangabe
Hellfritzsch, 1992, Seite 108.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 31.03.2020.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Bahlow, Hans (1985): Deutsches Namenlexikon. Frankfurt am Main. Hier S. 250.
  • Brechenmacher, Josef Karlmann (1957): Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen. Band 1. Limburg an der Lahn. Hier S. 745.
  • Casemir, Kirstin/Ohainski, Uwe/Udolph, Jürgen (2003): Die Ortsnamen des Landkreises Göttingen. Bielefeld. Hier S. 212-213.
  • Förstemann, Ernst (1966): Altdeutsches Namenbuch. Erster Band: Personennamen. 2. Auflage. München. Hier Sp. 801 und 925.
  • Hellfritzsch, Volkmar (1992): Familiennamenbuch des sächsischen Vogtlandes. Auf der Grundlage des Materials der Kreise Plauen und Oelsnitz. Berlin. Hier S. 108.
  • Hellfritzsch, Volkmar (2007): Personennamen Südwestsachsens. Die Personennamen der Städte Zwickau und Chemnitz bis zum Jahre 1500 und ihre sprachgeschichtliche Bedeutung. Leipzig. Hier S. 116.
  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 341.
  • Naumann, Horst (2007): Das große Buch der Familiennamen. Alter, Herkunft, Bedeutung. München. Hier S. 143.
  • Seibicke, Wilfried (1998): Historisches Deutsches Vornamenbuch. Band 2: F-K. Berlin und New York. Hier S. 303.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 784.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
01.12.2021
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Hoyer, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/695/1 >