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Blume

Allgemeines

Häufigkeit
4232
Rang
635
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch bluome , mittelniederdeutsch blōme ‘Blume, Blüte, das Schönste, Beste seiner Art’ für einen Blumenliebhaber, für jemanden, der seine Kleidung auffällig mit Blumen verziert oder jemanden, der (auch im ironischen Sinne) der Beste ist.
  2. Benennung nach Wohnstätte zu mittelhochdeutsch bluome , mittelniederdeutsch blōme ‘Blume, Blüte, das Schönste, Beste seiner Art’ für jemanden, der in einem Haus Zur Blume (der Häusername war in mittelalterlichen Städten äußerst beliebt) oder an einer Blumenwiese wohnt.
  3. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch bluome , mittelniederdeutsch blōme ‘Blume, Blüte, das Schönste, Beste seiner Art’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für einen Blumengärtner und -züchter oder einen Gewürzhändler ( Blume als Bezeichnung für ein Gewürz, z.B. Muskatnuss).

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Blume (bei Remscheid, Nordrhein-Westfalen; Landkreis Göttingen, Niedersachsen).
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Metronym zum jüdischen weiblichen Rufnamen Blume (zu mittelhochdeutsch bluome , mittelniederdeutsch blōme ‘Blume, Blüte, das Schönste, Beste seiner Art’).

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 604-611.
  • Menk, Lars (2005): A Dictionary of German-Jewish Surnames. Bergenfield. Hier S. 187.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
15.02.2021
Zitierhinweis

Heuser, Rita, Blume, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/635/1 >