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Gronewald

Allgemeines

Häufigkeit
87
Rang
40904
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Wohnstätte zu mittelniederdeutsch grone ‘grün’, mittelhochdeutsch grüene ‘grün’ und mittelniederdeutsch walt , wolt , mittelhochdeutsch walt ‘Wald’ für jemanden, der in der Nähe eines Waldes oder bei einem entsprechend benannten Flurstück wohnt.
  2. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Gronewald (Ortsteil des Stadtteiles Herkenrath von Bergisch Gladbach, Rheinisch-Bergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen).

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungsnamen Grönwohld (Kreis Stormarn und Ortsteil von Schwedeneck, Kreis Rendsburg-Eckernförde, beide Schleswig-Holstein), und Grünewald (Brandenburg, Niedersachsen, historisch auch in Pommern, heute Mieszałki, Polen). Diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 1, Seite 620 und Brechenmacher 1960, Band 1, Seite 596) ist weitgehend auszuschließen, weil der Familienname nicht in der Nähe der betreffenden Siedlungen vorkommt. Die Siedlung Gronwalde (jetzt Krasnosnamenskoje, Russland) wurde erst 1935 von Klein Girratischken in Gronwalde umbenannt und kommt deshalb nicht infrage.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Brechenmacher, Josef Karlmann (1957): Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen. Band 1. Limburg an der Lahn. Hier S. 596.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 283-285.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 620.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Julia Griebel
Veröffentlichungsdatum
15.11.2021
Zitierhinweis

Griebel, Julia, Gronewald, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/41008/1 >