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Warkentin

Allgemeines

Häufigkeit
1010
Rang
3318
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Wargentin, der eine im Siebenjährigen Krieg wüstgefallene Siedlung am Malchiner See in Mecklenburg bezeichnete. Dieser Siedlungsname ist historisch 1335 und 1491 als Warghentyn und 1372 als Warkentyn ( Zee to Warkentyn ) überliefert (siehe Trautmann 1950, Seite 160). Die überproportionale Konzentration des Familiennamens heute im Raum Detmold (Nordrhein-Westfalen) ist auf Ansiedlung vorwiegend mennonitischer russlanddeutscher Aussiedlerinnen und Aussiedler zurückzuführen, die zum Ende des 18. Jahrhunderts aus dem Weichseldelta nach Russland ausgewandert waren. Offenbar hatte sich ein Träger des Familiennamens vor Mitte des 17. Jahrhunderts einer mennonitischen Gemeinde angeschlossen.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 01.02.2021.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2013): Deutscher Familiennamenatlas. Band 4: Familiennamen nach Herkunft und Wohnstätte. Berlin und Boston. Hier S. 357 und 360 und 362.
  • Schiller, Christiane (2020): Einmal Russland und zurück. Migration von Glaubensgemeinschaften und ihre Widerspiegelung in der Familiennamenkartographie. Der Fall Warkentin. In: Beiträge zur Namenforschung. 55/2/3. S. 169-186.
  • Trautmann, Reinhold (1950): Die slavischen Ortsnamen Mecklenburgs und Holsteins. Berlin. Hier S. 160.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Christiane Schiller
Veröffentlichungsdatum
01.12.2021
Zitierhinweis

Schiller, Christiane, Warkentin, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/3320/1 >