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Hau

Allgemeines

Häufigkeit
1046
Rang
3205
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Wohnstätte zu mittelhochdeutsch hou ‘Holzhieb, Hiebabteilung des Waldes’, mittelniederdeutsch houw ‘Hau, Hieb’ für jemanden, der in der Nähe eines Waldes oder an einem Platz wohnt, an dem Holz geschlagen wird. „[J]eder Gemeindewald war in Haue (Holzschläge) eingeteilt“ (Bahlow 1985, Seite 211).

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Hau (mehrfach in Nordrhein-Westfalen; Wohnplatz Hof Hau in der Gemeinde Landscheid, Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz). Mehrere Siedlungen in Tschechien, die historisch Hau hießen, kommen aufgrund der Verbreitung des Familiennamens nicht infrage.
  2. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch hūwe ‘Nachteule, Uhu’, alemannisch Hau ‘Uhu’ nach Eigenschaften des ersten Namenträgers. Diese Deutung (siehe Gottschald 2006, Seite 238) kann allenfalls für die vereinzelten Namenvorkommen im alemannischen Raum infrage kommen.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Bahlow, Hans (1985): Deutsches Namenlexikon. Frankfurt am Main. Hier S. 211.
  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 238.
  • Kollmann, Cristian/Gilles, Peter/Muller, Claire (2016): Luxemburger Familiennamenbuch. Berlin, Boston. Hier S. 137.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
01.12.2021
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Hau, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/3205/1 >