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Miller

Allgemeines

Häufigkeit
7268
Rang
312
Sprachvorkommen
deutsch
englisch
Hauptverbreitung
Deutschland
Großbritannien
USA

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf, siehe Müller 1. Es liegt eine Lautvariante mit Entrundung von ü zu i vor (siehe Dammel/Schmuck 2008, Seite 84-89). Bei russlanddeutschen Namenträgern beruht diese Schreibung auf der Transkription aus dem lateinischen ins kyrillische Schriftsystem oder wieder zurück.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Beruf zu altenglisch *mylnere ‘Müller’ oder mittelenglisch mylne ‘Mühle’ für den Betreiber oder Besitzer einer Mühle. Der Name stammt vorwiegend aus Großbritannien oder den USA.

Historischer Namenbeleg

Август Августович Миллер / August Augustovič Miller (Verhaftung 1935 (Deutscher), Rehabilitierung 1963)

Belegjahr
1887
Belegort
Warenburg, АССР Немцев Поволжья / Wolgadeutsche ASSR (heute Privol'noje, Russland)
Quellenangabe
lists.memo.ru/index13.htm, letzter Zugriff: 22.01.2021.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

USA

Häufigkeit
1127803
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2000
Quelle
surnamedb.com, letzter Zugriff 12.11.2015.

Großbritannien

Häufigkeit
68670
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
1998
Quelle
gbnames.publicprofiler.org, letzter Zugriff 22.04.2015.

Russland

Häufigkeit
41539
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2014
Quelle
forebears.io/surnames/miller, letzter Zugriff 22.01.2021.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Dammel, Antje/Schmuck, Mirjam (2008): Der deutsche Familiennamenatlas (DFA). Relevanz computergestützer Familiennamengeographie für die Dialektgeographie. In: Elspaß, Stephan/König, Werner (Hrsg.): Sprachgeographie digital. Die neue Generation der Sprachatlanten. Band 190-191. Hildesheim [u.a.], S. 73-104. Hier S. 84-89.
  • Hanks, Patrick (2003): Dictionary of American Family Names. Band 2. Oxford, New York. Hier S. 591.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 254-273.
  • Kunze, Konrad (2001): Zur Verbreitung der häufigsten deutschen Familiennamen. In: Eichhoff, Jürgen/Seibicke, Wilfried/Wolffsohn, Michael (Hrsg.): Name und Gesellschaft. Soziale und historische Aspekte der Namengebung und Namenentwicklung. Band 2. Mannheim [u.a.], S. 179-208. Hier S. 182-184.
  • Linnartz, Kaspar (1958): Unsere Familiennamen. Bd. 1: Zehntausend Berufsnamen im Abc erklärt. 3., stark vermehrte Auflage. Bonn [u.a.]. Hier S. 153.
  • Reany, P.H/Wilson, R.M (2005): A Dictionary of English Surnames. 3. Auflage. Oxford. Hier S. 310.
  • Titford, John (2009): Penguin Dictionary of British Surnames. London. Hier S. 376.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Stefanie Brandmüller
Simone Peschke
Veröffentlichungsdatum
15.04.2021
Zitierhinweis

Brandmüller, Stefanie und Peschke, Simone, Miller, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/312/1 >