Zurück zur Liste

Henning

Allgemeines

Häufigkeit
7910
Rang
273
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Henning, einer Kurzform von Johannes (siehe Johannes 1). Dabei liegt in der Regel ein bereits suffigierter Rufname zugrunde (siehe historische Belege), wobei -ing hier als Diminutivsuffix dient (siehe Kunze/Nübling 2011, Band 2, Seite 811). In Nordwestdeutschland kann auch ein patronymisches Suffix -ing vorliegen, das an die Rufnamenkurzform Henn getreten ist (zum Rufnamen siehe Henn 1).
  2. Benennung nach Rufname, siehe Heining 1. Es handelt sich um eine Lautvariante mit Monophthongierung.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Henning (mehrfach in Bayern und Österreich), Henningen (Sachsen-Anhalt). Der Siedlungsname Königheim in Baden-Württemberg (siehe Gottschald 2006, Seite 247) ist aus lautlichen Gründen auszuschließen (zu historischen Belegen des Siedlungsnamens siehe Landeskunde entdecken online Baden-Württemberg , letzter Zugriff: 14.03.2019).

Historischer Namenbeleg

Hannus Hennynk

Belegjahr
1417
Belegort
Mährisch Trübau (jetzt Moravská Třebová, Tschechische Republik)
Quellenangabe
Schwarz, 1957, Seite 138.

Joannes filius Joannis

Belegjahr
1284
Belegort
Magdeburg

=

Henningus filius Johannis

Belegjahr
1285
Belegort
Magdeburg
Quellenangabe
Zoder, 1968, Seite 719.

Heyningus (Rufname)

Belegjahr
1315
Belegort
Breslau

=

Heningus (Rufname)

Belegjahr
1319
Belegort
Breslau
Quellenangabe
Reichert, 1908, Seite 14.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 28.05.2019.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 247.
  • Kohlheim, Volker/Kohlheim, Rosa (2016): Duden: Das große Vornamenlexikon. Herkunft und Bedeutung von über 8000 Vornamen. 5. Auflage. Berlin. Hier S. 208.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2011): Deutscher Familiennamenatlas. Band 2: Graphematik/Phonologie der Familiennamen II: Konsonantismus. Berlin und New York. Hier S. 810-813.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2012): Deutscher Familiennamenatlas. Band 3: Morphologie der Familiennamen. Berlin und Boston. Hier S. 196-209.
  • Reichert, Hermann (1908): Die deutschen Familiennamen nach Breslauer Quellen des 13. und 14. Jahrhunderts. Breslau. Hier S. 14.
  • Schwarz, Ernst (1957): Sudetendeutsche Familiennamen aus vorhussitischer Zeit. Köln und Graz. Hier S. 138.
  • Seibicke, Wilfried (1998): Historisches Deutsches Vornamenbuch. Band 2: F-K. Berlin und New York. Hier S. 356-357.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 719.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
17.01.2022
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Henning, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/273/1 >