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Hansche

Allgemeines

Häufigkeit
153
Rang
24649
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu Hansche, einer deutsch-slawischen hybriden Kurz- und Koseform zu westslawischen Entsprechungen des Rufnamens Johannes, die im deutsch-slawischen Sprachkontaktgebiet bereits historisch weit verbreitet war (vergleiche die Karte zur historischen Verbreitung). Zum Rufnamen siehe Johannes 1. Es handelt sich um eine Bildung mit dem slawischen hypokoristischen Suffix , das aus Suffixen wie -iš oder -uš abgeschwächt wurde und in eingedeutschter Schreibung sch vorliegt.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch hentschuoch , hentsche , hansche , mittelniederdeutsch hantschō , hansche ‘Handschuh’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für den Hersteller von Handschuhen. Die Handschuhe konnten aus Leder, Stoff, Pelz oder auch aus Metall gefertigt sein.

Historischer Namenbeleg

Hans Hantsche

Belegjahr
1419
Belegort
Bielau (bei Görlitz, heute Bielawa Dolna, Polen)
Quellenangabe
Wenzel/Menzel, 2017, Seite 48.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2017): Deutscher Familiennamenatlas. Band 6: Familiennamen aus Rufnamen. Berlin und Boston. Hier S. 672-674.
  • Wenzel, Walter (1991): Studien zu sorbischen Personennamen. 2/I. Bautzen. Hier S. 135.
  • Wenzel, Walter/Menzel, Steffen (2017): Sorbische Personennamen der östlichen Oberlausitz. Nach Quellen des 14. bis 18. Jahrhunderts. Bautzen. Hier S. 48.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
01.12.2021
Zitierhinweis

Heuser, Rita, Hansche, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/24717/1 >