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Loth

Allgemeines

Häufigkeit
1343
Rang
2385
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland
Frankreich

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum deutschen Rufnamen Loth, einer Kurzform von Ludwig. Zum Rufnamen siehe Ludwig.
  2. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch lōt ‘Blei; überhaupt gießbares Metall; Senkblei; aus Blei gegossenes Gewicht’, mittelniederdeutsch lōt ‘Blei; alles aus Blei Gemachte; Bleimarke, Kugel, Senkblei; Gewicht (halbe Unze); Münze (sechzehnter Teil einer Mark)’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für jemanden, der beruflich mit Loten zu tun hat, etwa einen Blei verarbeitenden Schmied, einen Münzpräger oder einen amtlichen Prüfer von Waren bzw. Schätzer von Waren und Geldwerten.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Übername zu mittelniederdeutsch lot , lōt ‘Los; ein Stück durch Los oder Teilung erhaltenen Landes’ für jemanden, der ein solches Landstück besitzt und bewirtschaftet.
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Lot (siehe Morlet 1991, Seite 637). Lot ist im Alten Testament der Name des Neffen Abrahams. Herkunft und Etymologie des Namens sind ungeklärt.
  3. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Lothe (Ortsteil von Schieder-Schwalenberg, Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen). Aufgrund der Verbreitung des Familiennamens kommt diese Deutung (siehe Kohlheim/Kohlheim 2005, Seite 435; Zoder 1968, Band 2, Seite 82) allenfalls in wenigen Einzelfällen infrage. Die von Zoder genannte Siedlung Loten in Ostpreußen (heute Druschinino, Russland) kann nicht namengebend gewesen sein, da sie erst 1938 entsprechend umbenannt wurde; die von Zoder und Kohlheim/Kohlheim außerdem aufgeführte Siedlung Lothen in Thüringen ist nicht lokalisierbar.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Frankreich

Häufigkeit
629
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Geburtenzahlen
Jahr der Quelle
1966-1990
Quelle
geopatronyme.com, letzter Zugriff 06.07.2021.

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 06.07.2021.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 435.
  • Morlet, Marie-Thérèse (1991): Dictionnaire étymologique des noms de famille. Paris. Hier S. 637.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 2. Hildesheim. Hier S. 82.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Julia Griebel
Veröffentlichungsdatum
17.01.2022
Zitierhinweis

Griebel, Julia, Loth, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/2387/1 >