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Kurschis

Allgemeines

Häufigkeit
7
Rang
236325
Sprachvorkommen
deutsch
Region
Ostpreußen

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Herkunft zu preußisch-litauisch kurßis (standardlitauisch kur̃šis ) ‘Kure’ für einen Angehörigen des baltischen Volksstammes der Kuren, für einen Letten oder für einen Bewohner der Kurischen Nehrung bzw. der an das Kurische Haff grenzenden Gebiete. Die Schreibung mit sch erfolgte im Prozess der Eindeutschung.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Übername zu litauisch kur̃šis ‘Vogelscheuche’ für einen mageren, zerlumpten Menschen. Die Schreibung mit sch erfolgte im Prozess der Eindeutschung.

Historischer Namenbeleg

Jann Kurschis

Belegjahr
1540
Belegort
Gawaiten
Quellenangabe
Diehlmann, 2008, Seite 188.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

In Litauen konnten 1940 für den Familiennamen Kuršis 22 Vorkommen nachgewiesen werden (Vanagas 1985, Band 1, Seite 1137).

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Diehlmann, Hans Heinz (2008): Die Türkensteuer im Herzogtum Preußen 1540. Ragnit, Insterburg, Georgenburg und Saalau. Band 3. Hamburg. Hier S. 188.
  • Vanagas, Aleksandras (1985): Lietuvių pavardžių žodynas. Band 1. Vilnius. Hier S. 1137.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Christiane Schiller
Veröffentlichungsdatum
17.01.2022
Zitierhinweis

Schiller, Christiane, Kurschis, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/236633/1 >