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Hegemann

Allgemeines

Häufigkeit
1364
Rang
2342
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Wohnstätte zu mittelniederdeutsch hēge , hegge , hoge , mittelhochdeutsch hecke , heck , hegge ‘Hecke’ für jemanden, der auf oder an einem mit Hecken begrenzten oder bewachsenen Landstück wohnt. Hier liegt ein Derivat mit dem Suffix -mann vor.
  2. Benennung nach Beruf zu mittelniederdeutsch hēgeman , heyeman ‘zinspflichtiger Hintersasse, Meier’.
  3. Benennung nach Beruf zu mittelniederdeutsch hēgeman ‘Dingmann, Beisitzer des Gerichts’.

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungsnamen Heeg (ehemalige Hofschaft in Leichlingen (Rheinland), Rheinisch-Bergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen; Wohnplatz Gut Heeg in Landscheid, Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz; Wohnplatz in Herolz, einem Stadtteil von Schlüchtern, Main-Kinzig-Kreis, Hessen). Aufgrund der geringen Größe dieser Siedlungen ist diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 1, Seite 693) unsicher. Die von Zoder ebenfalls angeführten Siedlungen Hege und Hegem in Nordrhein-Westfalen sind nicht auffindbar.
  2. Benennung nach Rufname, siehe Hagemann 5. Es liegt eine Lautvariante mit Umlaut a > e vor.

Historischer Namenbeleg

Hinrick Hegheman

Belegjahr
1523
Belegort
Hildesheim
Quellenangabe
Zoder, 1968, Seite 693.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

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Literaturhinweise

Literatur

  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2013): Deutscher Familiennamenatlas. Band 4: Familiennamen nach Herkunft und Wohnstätte. Berlin und Boston. Hier S. 790-794.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 693.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
01.12.2021
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Hegemann, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/2343/1 >