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Fialka

Allgemeines

Häufigkeit
8
Rang
220278
Sprachvorkommen
tschechisch
slowakisch
Hauptverbreitung
Tschechische Republik
Slowakei
Polen

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Übername zu tschechisch oder slowakisch fialka ‘Veilchen’ (< lateinisch viola ‘Veilchen’) (mit der charakteristisch zart veilchenblauen Farbe und seinem angenehmen Duft). Möglicherweise wurde dieser Name für einen zurückhaltenden, unauffälligen Menschen vergeben, denn Veilchen symbolisieren Demut und Bescheidenheit ( být skromný jako fialka ‘bescheiden sein wie ein Veilchen’), wobei die Assoziationen einzelsprachlich unterschiedlich sein können. Die tschechische Redewendung čichat k fialkám zespoda ‘die Veilchen schon von unten riechen’ kann auch in ironischer Weise auf die Bezeichnung eines unangenehm riechenden Menschen anspielen.
  2. Benennung nach Wohnstätte zu tschechisch oder slowakisch fialka ‘Veilchen’ (< lateinisch viola ‘Veilchen’). Die Häufigkeit dieses Namens lässt sich historisch möglicherweise auf die Ornamentik in Hauszeichen zurückführen, für die Blumen und Tiere charakteristisch waren und deren Namen manchmal auf die Bewohner der jeweiligen Häuser übergehen konnten.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Tschechische Republik

Häufigkeit
492
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2016
Quelle
www.kdejsme.cz/prijmeni/Fialka/hustota/, letzter Zugriff 12.11.2019.

Slowakei

Häufigkeit
259
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
1995
Quelle
slovniky.juls.savba.sk/?w=Fialka&s=exact&c=yf51&d=priezviska&ie=utf-8&oe=utf-8#, letzter Zugriff 13.02.2020.

Polen

Häufigkeit
143
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2002
Quelle
Rymut 2003, Seite 2623.
Kommentar zur Verbreitung im Ausland

Die Daten beziehen sich auf die Namenform Fiałka .

Österreich

Häufigkeit
25
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Moldanová, Dobrava (2015): Naše příjmení. 4. Auflage. Praha. Hier S. 11 und 50.
  • Rymut, Kazimierz (2003): Słownik nazwisk używanych w Polsce na paczątku XXI wieku (CD ROM). Kraków. Hier S. 2623.
  • Simek, Rudolf/Mikulášek, Stanislav (1995): Kleines Lexikon der tschechischen Familiennamen in Österreich. Wien. Hier S. 44.
  • Wenzel, Walter (1999): Lausitzer Familiennamen slawischen Ursprungs. Bautzen. Hier S. 81.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Andrea Scheller
Veröffentlichungsdatum
01.12.2021
Zitierhinweis

Scheller, Andrea, Fialka, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/220323/1 >