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Lind

Allgemeines

Häufigkeit
1453
Rang
2192
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland
Österreich

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Wohnstätte, siehe Linde 1. Es liegt eine Lautvariante mit Apokope des e vor.
  2. Benennung nach Übername, siehe Linde 2. Es liegt eine Lautvariante mit Apokope des e vor.
  3. Benennung nach Rufname, siehe Linde 4. Es liegt eine Lautvariante mit Apokope des e vor.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungsnamen Lind (mehrmals in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Österreich). Diese Deutung kommt vor allem für die vereinzelten Namenvorkommen in der Nähe der entsprechenden Siedlungen in Frage.
  2. Benennung nach Wohnstätte, siehe Linde 5. Es liegt eine Lautvariante mit Apokope des e vor.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Herkunft zu den Siedlungsnamen Linde (mehrmals in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg; mehrmals im ehemaligen Pommern, jetzt Polen; einmal in Tschechien und im ehemaligen Ostpreußen, jetzt Russland), Linda (mehrmals in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt), Linden (Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Schweiz; sehr häufig als Ortsteil in Bayern, Baden-Württemberg und Österreich) und Lindau (Bayern, Schleswig-Holstein, Schweiz). Diese Deutung (siehe Gottschald 2006, Seite 328) ist aufgrund der lautlichen Gestalt und der Verbreitung des Familiennamens weitgehend auszuschließen.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Dänemark

Häufigkeit
5395
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2005
Quelle
danskernesnavne.navneforskning.ku.dk, letzter Zugriff 26.08.2016.

Österreich

Häufigkeit
307
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Niederlande

Häufigkeit
164
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2007
Quelle
www.cbgfamilienamen.nl/nfb/, letzter Zugriff 26.08.2016.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 328.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2011): Deutscher Familiennamenatlas. Band 2: Graphematik/Phonologie der Familiennamen II: Konsonantismus. Berlin und New York. Hier S. 256-257.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2012): Deutscher Familiennamenatlas. Band 3: Morphologie der Familiennamen. Berlin und Boston. Hier S. 298-303.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
15.11.2021
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Lind, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/2193/1 >