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Sieb

Allgemeines

Häufigkeit
223
Rang
16886
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einer zweitstämmigen Rufnamenkurzform mit dem Namenglied althochdeutsch sigu , altsächsisch *sigi ‘Sieg’ und einem mit b anlautenden Zweitglied wie althochdeutsch, altsächsisch bald ‘kühn, stark’ oder althochdeutsch beraht , altsächsisch berht ‘hell, glänzend’ zu Vollformen wie Siegbald, Siegbert oder um ein Patronym zu dem einstämmigen Rufnamen Sibo.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch sip , sib ‘Sieb’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für einen Siebmacher.
  2. Benennung nach Wohnstätte zu mittelniederdeutsch sīp , sipe ‘kleines Flüsschen, Bächlein’.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Sieb (Ortsteil von Dahme/Mark, Landkreis Teltow-Kläming, Brandenburg; Gut bei Aachen, Nordrhein-Westfalen). Diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 2, Seite 605) ist aufgrund der Verbreitung des Familiennamens unwahrscheinlich.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 2. Hildesheim. Hier S. 605.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
15.10.2020
Zitierhinweis

Heuser, Rita, Sieb, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/16901/1 >