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Leise

Allgemeines

Häufigkeit
227
Rang
16574
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch, mittelniederdeutsch līse ‘leise, geräuschlos, sanft’ für einen leise gehenden oder sanften Menschen.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Wohnstätte zu mittelhochdeutsch leise ‘Spur, Gleis’. Diese Deutung kann nur für die Vorkommen im mittel- und oberdeutschen Raum zutreffen.
  2. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch leis , leise , mittelniederdeutsch leise , loise ‘geistlicher Gesang’ für einen sangesfrohen Menschen.

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Wohnstätte zu Örtlichkeitsnamen slawischen Ursprungs wie Leisen bei Trebel im Hannoverschen Wendland. Zoder selbst versieht diese Deutung mit einem Fragezeichen (siehe Zoder 1968, Band 2, Seite 37).
  2. Benennung nach Wohnstätte zu mundartlich (Münsterland) leis ‘Ried, Schilf’. Diese Deutung (siehe Zoder 1968, Band 2, Seite 37) ist unsicher, da das Alter der mundartlichen Bezeichnung unklar ist.

Weitgehend auszuschließen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einer Rufnamenkurzform mit dem Namenglied althochdeutsch leitan , altsächsisch lēdian ‘leiten’ zu Vollformen wie Leidolf oder Leitfried (siehe Gottschald 2006, Seite 323). Entsprechende Rufnamen sind jedoch nicht auffindbar.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

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Literaturhinweise

Literatur

  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 323.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 2. Hildesheim. Hier S. 37.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
01.12.2022
Zitierhinweis

Dräger, Kathrin, Leise, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/16632/1 >