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Wit

Allgemeines

Häufigkeit
23
Rang
117069
Sprachvorkommen
niederländisch
polnisch
deutsch
Hauptverbreitung
Niederlande
Polen

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Übername zu mittelniederländisch wit ‘weiß’ für jemanden mit einer sehr hellen Haut- oder Haarfarbe.
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einer slawischen Rufnamenkurzform zu Vollformen wie Witosław, Witomyśl, Witomierz mit dem Rufnamenglied *Vit- oder als Zweitglied *-vit wie u. a. in Dobrowit. Die Bedeutung dieses Rufnamenglieds ist nicht eindeutig geklärt, es kann sowohl zu urslawisch *vitъ ‘herrschend, mächtig’ (siehe Schlimpert 1978, Seite 155) oder auch zu urslawisch *vitati ‘wohnen, Aufenthalt nehmen’ gestellt werden (siehe Wenzel 2004, Seite 417).

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Wit, einer westslawischen, insbesondere polnischen Kurzform des Rufnamens Vitus. Zum Rufnamen siehe Vitus 1.
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu der polnischen Rufnamenkurzform Wit zum Rufnamen Witold, der polnischen Entsprechung des litauischen Rufnamens Vytautas. Der Rufname Witold wurde in Polen populär aufgrund der Nachbenennung nach Vytautas dem Großen (1354/55-1430), seit 1382 Großfürst von Litauen.
  3. Benennung nach Rufname, siehe Vit 1. Es handelt sich um eine historisch tschechische bzw. eingedeutschte Schreibvariante.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Niederlande

Häufigkeit
1490
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2007
Quelle
www.cbgfamilienamen.nl/nfb/, letzter Zugriff 20.05.2016.

Polen

Häufigkeit
1295
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2002
Quelle
Rymut 2003, Seite 12490.

Historische Verbreitung

Zur historischen Verbreitung siehe (Namensverbreitungskarte, letzter Zugriff: 16.09.2020).

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Breza, Edward (2000): Nazwiska Pomorzan. Pochodzenie i zmiany. Gdańsk. Hier S. 426 und 432.
  • Debrabandere, Frans (2003): Woordenboek van de familienamen in België en Noord-Frankrijk. Amsterdam [u.a.]. Hier S. 1332.
  • Rymut, Kazimierz (2003): Słownik nazwisk używanych w Polsce na paczątku XXI wieku (CD ROM). Kraków. Hier S. 12490.
  • Rymut, Kazimierz/Hoffmann, Johannes (2010): Lexikon der Familiennamen polnischer Herkunft im Ruhrgebiet. Band 2. Kraków. Hier S. 428.
  • Schlimpert, Gerhard (1978): Slawische Personennamen in mittelalterlichen Quellen zur deutschen Geschichte. Berlin. Hier S. 155.
  • Wenzel, Walter (2004): Niedersorbische Personennamen aus Kirchenbüchern des 16. bis 18. Jahrhunderts. Mit 16 mehrfarbigen Karten. 1. Auflage. Bautzen. Hier S. 417.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Andrea Scheller
Veröffentlichungsdatum
01.12.2021
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel und Scheller, Andrea, Wit, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/117525/1 >