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Holub

Allgemeines

Häufigkeit
326
Rang
11391
Sprachvorkommen
tschechisch
slowakisch
ukrainisch
Hauptverbreitung
Tschechische Republik
Polen
Ukraine
Slowakei
Österreich

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Wohnstätte zu tschechisch bzw. slowakisch holub ‘Taube’ (< urslawisch *golǫbь ‘Taube’). Dieser Familienname lässt sich historisch auf die Ornamentik in Hauszeichen zurückführen, für die Tiere und Blumen charakteristisch waren und deren Namen manchmal auf die Bewohner der jeweiligen Häuser übergehen konnten (siehe Knappová 2002, Seite 28).
  2. Benennung nach Übername zu tschechisch bzw. slowakisch holub , auch ukrainisch голуб / holub ‘Taube’ (< urslawisch *golǫbь ‘Taube’) für jemanden, der in seinem Charakter einer Taube ähnelt. Schon seit alters her hatte die Taube eine symbolische Bedeutung und insbesondere im Christentum - als Symbol des Heiligen Geistes. Aber bereits in der Antike stand die Taube sinnbildhaft für Sanftmut, Unschuld und Reinheit. Der Familienname kann in Einzelfällen auch durch Einwanderung aus einem anderen slawischsprachigen Land (z. B. Polen) nach Deutschland gelangt sein.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Beruf zu tschechisch bzw. slowakisch holub , auch ukrainisch голуб / holub ‘Taube’ (< urslawisch *golǫbь ‘Taube’). Es liegt ein indirekter Berufsname für einen Taubenzüchter oder -händler vor, vergleiche auch Holubar 1. Der Familienname kann in Einzelfällen auch durch Einwanderung aus einem anderen slawischsprachigen Land (z. B. Polen) nach Deutschland gelangt sein.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Ukraine

Häufigkeit
18602
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2011-2013
Quelle
ridni.org/karta/Голуб, letzter Zugriff 24.06.2020.
Kommentar zur Verbreitung im Ausland

Die Angaben beziehen sich auf die Namenform Голуб / Holub .

Tschechische Republik

Häufigkeit
6439
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2016
Quelle
www.kdejsme.cz/prijmeni/Holub/hustota/, letzter Zugriff 19.04.2020.

Polen

Häufigkeit
1729
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2002
Quelle
Rymut 2003, Seite 3905.
Kommentar zur Verbreitung im Ausland

Die Angaben beziehen sich auf die Namenform Hołub .

Slowakei

Häufigkeit
1665
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
1995
Quelle
slovnik.juls.savba.sk/?w=Holub&s=exact&c=X4b2&cs=&d=priezviska#, letzter Zugriff 19.04.2020.

Österreich

Häufigkeit
344
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Knappová, Miloslava (2002): Naše a cizí příjmení v současné češtině. Liberec. Hier S. 28.
  • Moldanová, Dobrava (2015): Naše příjmení. 4. Auflage. Praha. Hier S. 66.
  • Neumann, Johann (1972): Tschechische Familiennamen in Wien. Eine namenskundliche Dokumentation. Wien. Hier S. 67.
  • Rymut, Kazimierz (2003): Słownik nazwisk używanych w Polsce na paczątku XXI wieku (CD ROM). Kraków. Hier S. 3905.
  • Simek, Rudolf/Mikulášek, Stanislav (1995): Kleines Lexikon der tschechischen Familiennamen in Österreich. Wien. Hier S. 53-54.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Andrea Scheller
Veröffentlichungsdatum
01.12.2021
Zitierhinweis

Scheller, Andrea, Holub, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/11427/1 >