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Jansen

Allgemeines

Häufigkeit
15307
Rang
107
Sprachvorkommen
deutsch
niederländisch
dänisch
norwegisch
Hauptverbreitung
Deutschland
Niederlande
Belgien
Dänemark
Norwegen

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu Jans, einer Kurzform des Rufnamens Johannes. Zum Rufnamen siehe Johannes 1. Es liegt entweder ein patronymischer schwacher Genitiv mit dem Suffix -en vor oder (vor allem in Schleswig-Holstein) ein Derivat mit dem patronymischen Suffix -sen. Der Familienname kann auch niederländischen oder belgischen Ursprungs, vereinzelt auch durch Zuwanderung aus Dänemark oder Norwegen nach Deutschland gelangt sein. Jansen belegt Rang 2 der häufigsten Familiennamen in den Niederlanden (siehe Marynissen/Nübling 2010, Seite 321).

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu Jan, einer Kurzform des Rufnamens Johannes. Zum Rufnamen siehe Johannes 1. Es liegt ein Derivat mit patronymischem Suffix -sen vor. Der Familienname kann vereinzelt auch durch Zuwanderung aus Dänemark oder Norwegen nach Deutschland gelangt sein.

Deutung unsicher

  1. Laut Gottschald 2006, Seite 274 ist Jansen in Rheydt (Stadtteil von Mönchengladbach) aus Zerjansen entstanden, das wiederum auf ter Gantz zurückgeht. Er nennt jedoch weder eine Etymologie noch ein Benennungsmotiv, und die Familiennamen Zerjansen und ter Gantz sind in Deutschland, Belgien und den Niederlanden nicht vorhanden.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Niederlande

Häufigkeit
73533
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2007
Quelle
cbgfamilienamen.nl/nfb/, letzter Zugriff 25.08.2017.

Belgien

Häufigkeit
5458
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2008
Quelle
www.familienaam.be, letzter Zugriff 25.08.2017.

Norwegen

Häufigkeit
3134
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2016
Quelle
ssb.no, letzter Zugriff 25.08.2017.

Dänemark

Häufigkeit
1156
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2017
Quelle
dst.dk/da/Statistik/emner/navne/HvorMange?da, letzter Zugriff 25.08.2017.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Cornelissen, Georg (2012): Jans(s)en vom Niederrhein. Die Erfolgsgeschichte eines Namens. Georg Cornelissen. 2. Auflage. Kleve und Niederrhein.
  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 274.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2012): Deutscher Familiennamenatlas. Band 3: Morphologie der Familiennamen. Berlin und Boston. Hier S. 47-48.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2017): Deutscher Familiennamenatlas. Band 6: Familiennamen aus Rufnamen. Berlin und Boston. Hier S. 636-637.
  • Marynissen, Ann/Nübling, Damaris (2010): Familiennamen in Flandern, den Niederlanden und Deutschland - ein diachroner und synchroner Vergleich. In: Dammel, Antje/Kürschner, Sebastian/Nübling, Damaris (Hrsg.): Kontrastive Germanistische Linguistik. Band 1. Hildesheim [u.a.], S. 311-362. Hier S. 321.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
15.04.2021
Zitierhinweis

Dräger, Kathrin, Jansen, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/107/1 >