Erste Ergebnisse zur Online-Umfrage

Auf dieser Seite präsentieren wir Ihnen erste Ergebnisse aus unserem Forschungsprojekt. Die untenstehenden Karten basieren auf der Auswertung einer Online-Umfrage für Deutschland, das Elsass und die Niederlande. Aktuell (Stand: September 2017) liegen uns für diese Gebiete insgesamt ca. 1.300 vollständig ausgefüllte Fragebögen vor. Bitte beachten Sie, dass die Daten aus den Online-Umfragen für die Schweiz und Luxemburg auf diesen Karten noch nicht berücksichtigt sind.

Mithilfe der Online-Umfrage soll u.a. das Areal erfasst werden, in dem neutrale weibliche Rufnamen (z.B. das Anna oder et Anna) und neutrale Pronomen für Frauen und Mädchen (z.B. es oder et) gebräuchlich sind.

Jeder Punkt auf der Karte steht für einen Ort, aus dem wir einen oder mehrere Fragebögen erhalten haben. Für Gebiete, in denen sich keine Punkte befinden, liegen uns leider (noch) keine Daten vor.

Sie vermissen Ihren Heimatort auf der Karte? Dann können Sie hier noch an der Umfrage teilnehmen!

Artikel

Die Karte zeigt die Verbreitung der Antworten zu folgender Aufgabe:

Sie haben gestern Ihre gemeinsame Bekannte Maria zum Kaffee getroffen. Heute fragt Sie eine Freundin/ein Freund, wen Sie getroffen haben. Wie antworten Sie?

In den Antworten trat der weibliche Rufname mit neutralem Artikel (z.B. es/et/das/dat Maria), mit femininem Artikel (de/die Maria) oder ohne Artikel (Maria) auf. In wenigen Fällen wählten TeilnehmerInnen zwei verschiedene Varianten (z.B. einen femininen und einen neutralen Artikel).

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Pronomen

Andrea (Schwester)

Im Fragebogen wird eine Situation geschildert:

Sie werden nach dem Alter von Andrea (Ihre Schwester) gefragt. Sie antworten wie folgt:

Es können mehrere Antworten angekreuzt werden, die entweder ein neutrales Pronomen (z.B. es/et/het/das/dat) oder ein feminines Pronomen (z.B. sie/se/die) enthalten.

Antwortbeispiele aus der Umfrage für Gebiet B:

Äs/Es/S is(ch) 45.

Sie is(ch) 45.

Das/Des is(ch) 45.

Die is(ch) 45.

Es zeigt sich folgendes Kartenbild:

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Tochter

Anders als im Standarddeutschen können in einigen Dialekten nicht nur weibliche Rufnamen, sondern auch bestimmte weibliche Verwandtschaftsbezeichnungen neutral pronominalisiert werden.

Die Pronomen zu Tochter werden über diese Aufgabe ermittelt:

Sie werden nach dem Namen Ihrer Tochter gefragt. Sie antworten wie folgt:

Auch hier stehen mehrere Antwortmöglichkeiten mit neutralen und femininen Pronomen zur Auswahl (Antwortbeispiele aus der Umfrage für Gebiet A):

Sie/Se heißt Anna.

Dat heißt Anna.

Et heißt Anna.

Het/Hatt heißt Anna.

Die Karte zeigt die Verbreitung der Antworten:

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