Gewässernamen

Inschrift des Wesersteins bei Hannoversch Münden. Foto: Th. Speck, Wikimedia Commons
Inschrift auf dem Weserstein in Hann. Münden (Foto: Th. Speck, Wikimedia Commons)

Gewässernamen (Hydronyme) sind Eigennamen von fließenden (Flüsse, Bäche, Kanäle etc.) oder stehenden (Seen, Teiche etc.) Gewässern. Oft stellen sie die älteste Namenschicht einer Region dar. Die Namenähnlichkeiten vieler Flüsse in Europa (z. B. Isar, Isère, Iser) gaben den Anstoß zur Theorie einer alteuropäischen Hydronymie: Es ist möglich, viele der europäischen Flussnamen auf voreinzelsprachliche, indoeuropäische Sprachwurzeln zurückzuführen. Andere Gewässernamen, wie die Namen von Badeseen sind sehr jung und noch weitgehend unerforscht.

Literatur

Bichlmeier, Harald (2013): Analyse und Bewertung der sprachwissenschaftlichen Standards aktueller Forschungen traditioneller Art zur ‚alteuropäischen Hydronymie’ aus der Perspektive der heutigen Indogermanistik. In: Namenkundliche Informationen 101/102, S. 397-437.

Nübling, Damaris/Fahlbusch, Fabian/Heuser, Rita (2012): Namen. Eine Einführung in die Onomastik. Tübingen, S. 222-234.