Warennamen

Fotografie verschiedener Kaffeemarken im Supermarktregal, fotografiert von Fabian Fahlbusch
Kaffeemarken (Foto: Fabian Fahlbusch)

Zu den Warennamen zählen Namen, unter denen Konsumgüter oder Dienstleistungen auf dem Markt angeboten werden. Bei den Kunden sollen sie stets positive Assoziationen wecken und ein erstrebenswertes Lebensgefühl vermitteln. Besonders Markennamen, eine Untergruppe der Warennamen, bestimmen unser Leben so sehr, dass viele von ihnen in den allgemeinen Wortschatz übergegangen sind: So essen wir zum Frühstück nicht Nuss-Nougat-Creme, sondern Nutella und putzen uns die Nase nicht mit einem Papiertaschentuch, sondern mit einem Tempo. Den Warennamen wurde in der Forschung bereits viel Aufmerksamkeit geschenkt. An der Johannes Gutenberg-Universität beschäftigte sich Tanja Ackermann beispielsweise mit dem sogenannten Gendermarketing. Am Beispiel von Deodorants zeigte sie, dass Namen von Körperpflegeprodukten für Frauen angenehm und weich klingen sollen (Purple Passion, Violet Senses), während bei Männern harte und kraftvolle Namen bevorzugt werden (Extreme Cool, Kick-off).

Literatur

Ackermann, Tanja (2011): Aloe Vera vs. Click. Zur phonologischen Kodierung von Geschlecht bei Warennamen (Deodorants). In: Beiträge zur Namenforschung 46, S. 1-50.

Nübling, Damaris/Fahlbusch, Fabian/Heuser, Rita (2012): Namen. Eine Einführung in die Onomastik. Tübingen, S. 265-276.