Ereignisnamen

Kollage mit Schlagzeilen und Zeitungstitelseiten, fotografiert von Fabian Fahlbusch
Ereignisnamen werden häufig durch die Medien geprägt (Foto: Fabian Fahlbusch)

Bei Ereignisnamen (Praxonymen) handelt es sich um Namen für Geschehnisse, deren Auslöser, Beteiligte und Betroffene Menschen sind. Hierzu zählen z.B. Namen militärischer (Erster Weltkrieg), politischer (Wiener Kongress), wirtschaftlicher (Wirtschaftswunder), kultureller (Internationale Gartenschau Hamburg 2013), wissenschaftlicher (XXIV  International Congress of Onomastic Sciences Barcelona 5th - 9th September 2011) und sportlicher (Olympische Sommerspiele 2016) Ereignisse. Häufig enthalten diese Benennungen ein kategorisierendes Grundwort (Kongress, Krieg). Die meisten onomastischen Standardwerke widmen den Ereignisnamen kein eigenes Kapitel; einschlägige Aufsätze zum Thema existieren ebenfalls nur wenige. Gleichwohl bietet diese Namenklasse ein weites, interessantes Forschungsfeld. Benötigt werden vor allem quellenkritische Untersuchungen ihrer Entwicklung, wobei besonders relevant ist, wer sie mit welchem Ziel einführt und verwendet.

Literatur

Nübling, Damaris/Fahlbusch, Fabian/Heuser, Rita (2012): Namen. Eine Einführung in die Onomastik. Tübingen, S. 316-325.