Back to list

Patronymisches Suffix -er

In der Regel dient das Suffix -er zur Bildung von Nomina agentis (fischen > Fischer, Stadt > Städter). In Familiennamen kann -er auch als onymisches Suffix auftreten und Zugehörigkeit ausdrücken, entweder zu einer männlichen (patronymisch), seltener zu einer weiblichen (metronymisch) Person. Als Basis dient in diesen Fällen der Rufname (Hans > Hanser, Agnes > Neser) oder der Beruf (Schmied > Schmieder, Pfister > Pfisterer). Patro-/metronymisches -er ist charakteristisch für das (West-)Oberdeutsche, Westfalen und Schlesien (hier vor allem Metronyme mit der erweiterten Form -ner Typ Jüttner < Jutta).

Literatur

  • Bach, Adolf (1978): Deutsche Namenkunde. Bd. I, 1: Die deutschen Personennamen. Einleitung. Zur Laut- und Formenlehre, Wortfügung, -bildung und -bedeutung der deutschen Personennamen. 3. Auflage. Heidelberg. Hier S. 153-155.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2012): Deutscher Familiennamenatlas. Band 3: Morphologie der Familiennamen. Berlin und Boston. Hier S. 226-243.

Metadaten

Daten zur Erstellung der thematischen Information

AutorIn
Mirjam Schmuck
Veröffentlichungsdatum
15.08.2019
Zitierhinweis

Schmuck, Mirjam, Patronymisches Suffix -er, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/thema/2/1 >