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Thies

Allgemeines

Häufigkeit
3397
Rang
820
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Thies, einer durch Wegfall der unbetonten ersten Silbe entstandenen Kurzform von Matthies, einer Lautvariante von Matthias (zum Rufnamen siehe Matthias 1). Zum Stammvokal <ie> versus <ei> ( Thies , Theis ) siehe Kunze/Nübling 2009, Band 1, Seite 402-405, zum Anlaut ( Thies , Ties ) siehe Kunze/Nübling 2011, Band 2, Seite 383-384.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Thies, einer auf Schwund der unbetonten ersten Silbe beruhenden Kurzform von Matthäus (zum Rufnamen siehe Matthäus 1). Eine eindeutige Trennung zwischen Varianten zu Matthias und Matthäus ist oft nicht möglich (siehe Naumann 2007, Seite 192; Kohlheim/Kohlheim 2005, Seite 666).

Historischer Namenbeleg

Thies

Belegjahr
1484
Belegort
Gladbach
Quellenangabe
Trupp, 1936, Seite 19.

Thiß

Belegjahr
1494
Belegort
Hüttenberger Land
Quellenangabe
Worm, 1989, Seite 89.

Mathieu dit [genannt] Thies d'Anthine

Belegjahr
14. Jh.
Belegort
Liège (Lüttich, Belgien)
Quellenangabe
Debrabandere, 2003, Seite 1233.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Niederlande

Häufigkeit
135
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2007
Quelle
cbgfamilienamen.nl/nfb/, letzter Zugriff 09.05.2019.

Luxemburg

Häufigkeit
49
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2009
Quelle
lfa.uni.lu, letzter Zugriff 09.05.2019.

Belgien

Häufigkeit
36
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2008
Quelle
www.familienaam.be, letzter Zugriff 09.05.2019.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Debrabandere, Frans (2003): Woordenboek van de familienamen in België en Noord-Frankrijk. Amsterdam [u.a.]. Hier S. 1204, 1233.
  • Debus, Friedhelm (2011): Matthäus und Matthias in deutschen Familiennamen. Varianten und Verbreitung. In: Heuser, Rita/Nübling, Damaris/Schmuck, Mirjam (Hrsg.): Familiennamengeographie. Ergebnisse und Perspektiven europäischer Forschung. Berlin und New York, S. 255-268.
  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 666.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 402-405.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2011): Deutscher Familiennamenatlas. Band 2: Graphematik/Phonologie der Familiennamen II: Konsonantismus. Berlin und New York. Hier S. 383-384.
  • Naumann, Horst (2007): Das große Buch der Familiennamen. Alter, Herkunft, Bedeutung. München. Hier S. 192.
  • Trupp, Heinz (1936): Die Personennamen des Gladbacher Urkundenbuches bis zum Jahre 1600. Essen. Hier S. 19.
  • Worm, Heinz-Lothar (1989): Familiennamen im Hüttenberger Land von 1470 - 1900. Darmstadt. Hier S. 89.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Mirjam Schmuck
Veröffentlichungsdatum
15.05.2020
Zitierhinweis

Schmuck, Mirjam, Thies, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/820/1 >