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Barthel

Allgemeines

Häufigkeit
5154
Rang
495
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu Barthel, einer Kurzform des Rufnamens Bartholomäus. Zum Rufnamen siehe Bartholomäus 1.
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum deutschen Rufnamen Berthold. Der Rufname basiert auf den Namengliedern althochdeutsch beraht , altsächsisch berht ‘hell, glänzend’ und althochdeutsch waltan , altsächsisch waldan ‘herrschen’, vergleiche Berthold 1. Bei Barthel erscheint der Stammvokal zu a gesenkt, vergleiche Barthold 1, und das Zweitglied zu -el abgeschwächt. Möglich, aber weniger wahrscheinlich ist, dass andere l -haltige Rufnamenzweitglieder zugrunde liegen, wie althochdeutsch wolf , altsächsisch wulf ‘Wolf’.
  3. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patro- oder Metronym zu einer deutschen Rufnamenkurzform mit dem Namenglied althochdeutsch beraht , altsächsisch berht ‘hell, glänzend’, vergleiche Barth 3. Es liegt ein Diminutiv mit dem Suffix -el vor.

Historischer Namenbeleg

Bartold (Rufname)

Belegjahr
1659
Belegort
Braunschweig

=

Barthel (Rufname)

Belegjahr
1659
Belegort
Braunschweig
Quellenangabe
Kohlheim/Kohlheim, 2005, Seite 109.

Barthel Vasbender

Belegjahr
1388-1500
Belegort
Luxemburg

=

Bartholmeus dem Vasbender

Belegjahr
1388-1500
Belegort
Luxemburg
Quellenangabe
Kollmann/Gilles/Muller, 2016, Seite 23.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Frankreich

Häufigkeit
662
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Geburtenzahlen
Jahr der Quelle
1966-1990
Quelle
geopatronyme.com, letzter Zugriff 05.05.2015.

Luxemburg

Häufigkeit
129
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2009
Quelle
lfa.uni.lu, letzter Zugriff 05.05.2015.

Belgien

Häufigkeit
119
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2008
Quelle
www.familienaam.be, letzter Zugriff 05.05.2015.

Historische Verbreitung

Die Verbreitung des Namens setzte sich vor 1945 nach Osten hin fort, besonders nach Ober- und Niederschlesien, siehe gen-evolu, letzter Zugriff: 04.05.2015.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2005): Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung [von 20.000 Nachnamen]. 2. Auflage. Mannheim. Hier S. 109.
  • Kollmann, Cristian/Gilles, Peter/Muller, Claire (2016): Luxemburger Familiennamenbuch. Berlin, Boston. Hier S. 21 und 23.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
15.02.2020
Zitierhinweis

Dräger, Kathrin, Barthel, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/495/1 >