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Safar

Allgemeines

Häufigkeit
71
Rang
48941
Sprachvorkommen
tschechisch
ungarisch
kroatisch
slowakisch
slowenisch
arabisch
Hauptverbreitung
Ungarn
Kroatien
Slowenien
Iran
Irak
Pakistan
Libyen
Saudi-Arabien

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu tschechisch šafář , slowakisch šafár , ungarisch sáfár , kroatisch und slowenisch šafar ‘Gutsaufseher, Wirtschafter, Verwalter, Hofmeister, Meier’ - allesamt Entlehnungen aus dem Deutschen, die historisch mit der Sprache innerhalb der Habsburger Monarchie verbunden sind (vergleiche Schaffer 1) - für einen Güterverwalter und Wirtschafter, einen Aufseher über den Haushalt öffentlicher oder kirchlicher Einrichtungen. Bei der Übernahme ins Deutsche wurden die Diakritika getilgt.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum arabischen Rufnamen Ṣafar. Der Rufname geht auf die Bezeichnung des zweiten Monats des islamischen Kalenders zurück, wobei Kinder, die in diesem Monat geboren wurden, nach ihm benannt wurden. Da der Name weit verbreitet ist, kann er aus verschiedenen islamisch geprägten Ländern nach Deutschland gelangt sein. Am häufigsten ist er im Iran, im Irak, in Nordafrika und auf der arabischen Halbinsel (Forebears, letzter Zugriff: 06.12.2018).
  2. Benennung nach Beruf zu arabisch ṣaffār ‘Kupferschmied, Waffenschmied’. Der Name ist auch als Familienname sephardischer Juden aus Nordafrika belegt (siehe Faiguenboim/Valadares/Campagnano 2009, Seite 382; Guggenheimer/Guggenheimer 1996, Seite 386).

Historischer Namenbeleg

Andreas (András) Sáfár

Belegjahr
um 1877
Belegort
Hercegfalva-Nagykarácsony, Komitat Fejér (Ungarn)
Quellenangabe
www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=hercegfalva&ID=I40771, letzter Zugriff: 23.11.2018.

Anton Safar (Šafař)

Belegjahr
1891
Belegort
Leitomischl (Böhmen, heute Litomyšl, Tschechien)
Quellenangabe
des.genealogy.net/search/show/15489219, letzter Zugriff: 23.11.2018.

Maria Safar

Belegjahr
1838
Belegort
Rogoznica (Slowenien)
Quellenangabe
gedbas.genealogy.net/person/show/1211794485, letzter Zugriff: 23.11.2018.

Jakob Safar

Belegjahr
1925
Belegort
Mali Bukovec (Kroatien)
Quellenangabe
212.227.236.244/passagierlisten/listen.php?nachname=Safar&submit_search=namen, letzter Zugriff: 23.11.2018.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Tschechische Republik

Häufigkeit
1379
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2016
Quelle
www.kdejsme.cz/prijmeni/Šafář/hustota/, letzter Zugriff 23.11.2018.
Kommentar zur Verbreitung im Ausland

Die Angaben beziehen sich auf die Namenform Šafář .

Ungarn

Häufigkeit
1651
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2011
Quelle
Hajdú 2012, Seite 1109.

Kroatien

Häufigkeit
526
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2011
Quelle
www.dzs.hr/Hrv/censuses/census2011/results/censusnames.htm, letzter Zugriff 14.01.2019.
Kommentar zur Verbreitung im Ausland

Die Angaben beziehen sich auf die Namenform Šafar .

Slowakei

Häufigkeit
240
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
1995
Quelle
slovniky.juls.savba.sk/?w=%C5%A0af%C3%A1r&s=exact&c=o7e7&d=priezviska&ie=utf-8&oe=utf-8#, letzter Zugriff 30.11.2018.
Kommentar zur Verbreitung im Ausland

Die Angaben beziehen sich auf die Namenform Šafár .

Slowenien

Häufigkeit
81
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2018
Quelle
www.stat.si/ImenaRojstva/en, letzter Zugriff 23.11.2018.
Kommentar zur Verbreitung im Ausland

Die Angaben beziehen sich auf die Namenform Šafar .

Österreich

Häufigkeit
41
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Faiguenboim, Guilherme/Valadares, Paulo/Campagnano, Anna Rosa (2009): Dicionário Sefaradi de Sobrenomes - Dictionary of Sephardic Surnames. Inclusive Cristãos-novos, Conversos, Marranos, Italianos, Berberes e sua História na Espanha, Portugal e Itália - Including Christianized Jews, Conversos, Marranos, Italians, Berbers, an their History in Spain, Portugal and Italy. Bergenfield. Hier S. 382.
  • Guggenheimer, Eva/Guggenheimer, Heinrich (1996): Etymologisches Lexikon der jüdischen Familiennamen. München [u.a.]. Hier S. 386.
  • Hajdú, Mihály (2012): Újmagyarkori családneveink tára. XVIII - XXI. század. [Sammlung der ungarischen Familiennamen der Neuzeit: 18.-21. Jh.]. I. adatok [1. Band]. Budapest. Hier S. 1109.
  • Hanks, Patrick (2003): Dictionary of American Family Names. Band 3. Oxford, New York. Hier S. 249.
  • Maletić, Franjo/Šimunović, Petar (2008): Hrvatski prezimenik. Pučanstvo Republike Hrvatske na početku 21. stoljeća. Band 2. Zagreb. Hier S. 430.
  • Moldanová, Dobrava (2015): Naše příjmení. 4. Auflage. Praha. Hier S. 179.
  • Neumann, Johann (1972): Tschechische Familiennamen in Wien. Eine namenskundliche Dokumentation. Wien. Hier S. 186.
  • Schimmel, Annemarie (1995): Von Ali bis Zahra. Namen und Namengebung in der islamischen Welt. München. Hier S. 61-62.
  • Tressel, Anton (2002): Ungarische Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. Saarbrücken. Hier S. 225.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Andrea Scheller
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
15.03.2020
Zitierhinweis

Scheller, Andrea und Heuser, Rita, Safar, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/48965/1 >