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Wieland

Allgemeines

Häufigkeit
5481
Rang
450
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum deutschen Rufnamen Wieland. Der Rufname basiert auf den Namengliedern althochdeutsch *wēla , *wiala ‘Kampfgewoge’ und althochdeutsch nand ‘kühn’. Er war im Mittelalter durch die Sage von Wieland dem Schmied im deutschen Sprachgebiet bekannt.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum deutschen Rufnamen Wieland. Der Rufname basiert auf den Namengliedern althochdeutsch, altsächsisch wīg ‘Kampf’ und althochdeutsch lant , altsächsisch land ‘Land’.

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum deutschen Rufnamen Wieland. Der Rufname basiert auf altnordisch Vølundr (< altnordisch vēla ‘kunstfertig herstellen’; siehe Bach 1978, Band I, 1, Seite 81-82). Hartig weist diese Etymologie aus lautlichen Gründen zurück (Hartig 1967, Seite 216-217).
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum deutschen Rufnamen Wieland. Der Rufname basiert auf den Namengliedern altnordisch vēla ‘kunstfertig herstellen’ und althochdeutsch hant , altsächsisch hand ‘Hand’(siehe Gottschald 2006, Seite 528).
  3. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum deutschen Rufnamen Wienand. Der Rufname basiert auf den Namengliedern althochdeutsch wīg ‘Kampf’ und althochdeutsch nand ‘kühn’. Diese Deutung (siehe Gottschald 2006, Seite 528) ist aus lautlichen Gründen unsicher.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Österreich

Häufigkeit
744
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Schweiz

Häufigkeit
615
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
verwandt.ch, letzter Zugriff 20.03.2018.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Bach, Adolf (1978): Deutsche Namenkunde. Bd. I, 1: Die deutschen Personennamen. Einleitung. Zur Laut- und Formenlehre, Wortfügung, -bildung und -bedeutung der deutschen Personennamen. 3. Auflage. Heidelberg. Hier S. 81-82.
  • Förstemann, Ernst (1966): Altdeutsches Namenbuch. Erster Band: Personennamen. 2. Auflage. München. Hier Sp. 1552-1554.
  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 528-529.
  • Hartig, Joachim (1967): Die münsterländischen Rufnamen im späten Mittelalter. Köln und Graz. Hier S. 216-217.
  • Kohlheim, Volker/Kohlheim, Rosa (2016): Duden: Das große Vornamenlexikon. Herkunft und Bedeutung von über 8000 Vornamen. 5. Auflage. Berlin. Hier S. 427.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2009): Deutscher Familiennamenatlas. Band 1: Graphematik/Phonologie der Familiennamen I: Vokalismus. Berlin. Hier S. 390-393.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2017): Deutscher Familiennamenatlas. Band 6: Familiennamen aus Rufnamen. Berlin und Boston. Hier S. 360 und 547.
  • Seibicke, Wilfried (2003): Historisches Deutsches Vornamenbuch. Band 4: Sc-Z. Berlin und New York. Hier S. 449-450.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
16.01.2020
Zitierhinweis

Dräger, Kathrin, Wieland, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/450/1 >