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Bär

Allgemeines

Häufigkeit
5568
Rang
440
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch bër , mittelniederdeutsch bare ‘Bär’ für einen starken, mutigen oder kräftigen Menschen.
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einem deutschen Rufnamen mit dem Namenglied althochdeutsch bero , altsächsisch bero , bern ‘Bär’. Der Familienname geht entweder auf den einstämmigen Rufnamen Bero oder auf Kurzformen aus Vollformen wie Berwin oder Berwart zurück. Der Familienname kann in Einzelfällen auch niederländischer Herkunft sein, wobei entsprechende Rufnamen zu veranschlagen sind.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Wohnstätte zu einem Hausnamen Zum Bären.
  2. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch bēr , mittelniederdeutsch bēr , beier ‘Eber, Zuchteber’ für einen Menschen, der besonders stark oder kräftig ist.
  3. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum Rufnamen Bär, einer in jüdischen Gemeinden üblichen Eindeutschung des hebräischen Rufnamens Is'sakhar(siehe Gottschald 2006, Seite 101; Menk 2005, Seite 154). Diese geht auf das Symboltier Issachars, des neunten Sohns Jakobs im Tanach, zurück.

Historischer Namenbeleg

Stefan zu dem Bär

Belegjahr
ca. 1500
Belegort
Magdeburg
Quellenangabe
Zoder, 1968, Seite 185.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Österreich

Häufigkeit
151
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Telefonanschlüsse
Jahr der Quelle
2005
Quelle
Geogen AT CD-ROM.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 101.
  • Guggenheimer, Eva/Guggenheimer, Heinrich (1996): Etymologisches Lexikon der jüdischen Familiennamen. München [u.a.]. Hier S. 31.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2017): Deutscher Familiennamenatlas. Band 6: Familiennamen aus Rufnamen. Berlin und Boston. Hier S. 47-49.
  • Menk, Lars (2005): A Dictionary of German-Jewish Surnames. Bergenfield. Hier S. 154.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 185.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Daniel Kroiß
Veröffentlichungsdatum
01.08.2020
Zitierhinweis

Kroiß, Daniel, Bär, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/440/1 >