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Sauerzapf

Allgemeines

Häufigkeit
112
Rang
32723
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch sūr , sūre ‘sauer, bitter, herb’ und mittelhochdeutsch zapfe ‘Zapfen, Zapfen zum Ablassen einer Flüssigkeit, Ausschank’ für einen Essighersteller oder -händler oder einen Wirt, der sauren Wein ausschenkt.
  2. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch sūr , sūre ‘sauer, bitter, herb’ und mittelhochdeutsch zapfe ‘Zapfen zum Ablassen einer Flüssigkeit’ bildlich für mürrischen, verdrießlichen Menschen.

Historischer Namenbeleg

Ulreich der Saurzapf

Belegjahr
1370
Belegort
Regensburg
Quellenangabe
Kohlheim/Kohlheim, 2014, Seite 76.

Barthol. Sauerzapff

Belegjahr
1549
Belegort
Sulzbach
Quellenangabe
Brechenmacher, 1960-1963, Seite 473.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Brechenmacher, Josef Karlmann (1960): Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen. Band 2. Limburg an der Lahn. Hier S. 473.
  • Kohlheim, Rosa/Kohlheim, Volker (2014): Spätmittelalterliche Regensburger Übernamen. Wortschatz und Namengebung. Heidelberg. Hier S. 76.
  • Linnartz, Kaspar (1958): Unsere Familiennamen. Bd. 1: Zehntausend Berufsnamen im Abc erklärt. 3., stark vermehrte Auflage. Bonn [u.a.]. Hier S. 193.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Simone Peschke
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
15.05.2020
Zitierhinweis

Peschke, Simone und Heuser, Rita, Sauerzapf, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/32822/1 >