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Siede

Allgemeines

Häufigkeit
190
Rang
19971
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch, mittelniederdeutsch sīde ‘Seide’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für einen Seidenhersteller, -verarbeiter oder -händler.
  2. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch, mittelniederdeutsch sīde ‘Seide’ für jemanden, der Bekleidung aus Seide trug.
  3. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Siede in der ehemaligen Provinz Brandenburg (heute Polen).
  4. Benennung nach Rufname, siehe Sitte 1. Es liegt eine lautliche Variante vor.
  5. Benennung nach Rufname, siehe Sitte 2. Es liegt eine lautliche Variante vor.

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Sieden bei Sulingen (Niedersachsen) und in Ostpreußen bzw. zu Sydow östlich von Stendal (Sachsen-Anhalt). Diese Deutungen sind aus lautlichen Gründen unsicher.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Historische Verbreitung

Siede war 1942 auch in Westpreußen verbreitet (Genevolu, letzter Zugriff: 08.02.2017).

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2016): Deutscher Familiennamenatlas. Band 5: Familiennamen nach Beruf und persönlichen Merkmalen. Berlin und Boston. Hier S. 459.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Kathrin Dräger
Veröffentlichungsdatum
15.09.2020
Zitierhinweis

Dräger, Kathrin, Siede, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/19991/1 >