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Wald

Allgemeines

Häufigkeit
1677
Rang
1855
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Wohnstätte zu mittelhochdeutsch walt , mittelniederdeutsch wolt , walt ‘Wald, Baumbestand, Waldholz’ für jemanden, der in oder an einem Waldstück oder größeren Waldgebiet wohnt.
  2. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Wald (häufig in ganz Deutschland, vor allem in Bayern, darüber hinaus in Österreich und in der Schweiz).
  3. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einer deutschen Rufnamenkurzform mit dem Namenglied althochdeutsch waltan , altsächsisch waldan ‘herrschen’ zu Vollformen wie Walther oder Waldemar.

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch, mittelniederdeutsch walt ‘Gewalt, Vollmacht, Macht, Gewalttätigkeit’ für eine Person mit bestimmten Machtbefugnissen oder einen unbeherrschten, gewalttätigen Menschen. Diese Deutung versieht Zoder mit einem Fragezeichen (siehe Zoder 1968, Band 2, Seite 776).

Historischer Namenbeleg

Waldo (Rufname)

Belegjahr
1037/1052
Belegort
Osnabrück
Quellenangabe
Schlaug, 1955, Seite 225.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Förstemann, Ernst (1966): Altdeutsches Namenbuch. Erster Band: Personennamen. 2. Auflage. München. Hier Sp. 1496-1499.
  • Kunze, Konrad/Nübling, Damaris (Hrsg.) (2013): Deutscher Familiennamenatlas. Band 4: Familiennamen nach Herkunft und Wohnstätte. Berlin und Boston. Hier S. 700-702.
  • Schlaug, Wilhelm (1955): Studien zu den altsächsischen Personennamen des 11. und 12. Jahrhunderts. Lund. Hier S. 225.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 1. Hildesheim. Hier S. 776.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
16.01.2020
Zitierhinweis

Heuser, Rita, Wald, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/1856/1 >