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Marek

Allgemeines

Häufigkeit
1724
Rang
1812
Sprachvorkommen
polnisch
tschechisch
slowakisch
Hauptverbreitung
Polen
Tschechische Republik
Slowakei

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum polnischen, tschechischen bzw. slowakischen Rufnamen Marek, der auf den lateinischen Rufnamen Marcus zurückgeht, siehe Marcus 1. Bei Marek handelt es sich um eine Ableitung der Rufnamenkurzform Már(siehe Moldanová 2015, Seite 113) mit dem Diminutivsuffix -ek. Dieser Familienname gehört heute zu den zwanzig häufigsten Familiennamen in Tschechien (siehe Moldanová 2015, Seite 11). In Einzelfällen kann der Name auch aus einer weiteren slawischen Sprache stammen.
  2. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zum tschechischen bzw. slowakischen Rufnamen Marek, der auf den lateinischen Rufnamen Martin zurückgeht, siehe Martin 1. Bei Marek handelt es sich um eine Ableitung der Rufnamenkurzform Már(siehe Moldanová 2015, Seite 113) mit dem Diminutivsuffix -ek. Dieser Familienname gehört heute zu den zwanzig häufigsten Familiennamen in Tschechien (siehe Moldanová 2015, Seite 11). In Einzelfällen kann der Name auch aus einer weiteren slawischen Sprache stammen.

Deutung unsicher

  1. Benennung nach Rufname. Es handelt sich um ein Patronym zu einer slawischen Rufnamenkurzform Mar- zu Vollformen wie Maroslaw(siehe Bahlow 1985, Seite 331; vergleiche Gottschald 2006, Seite 341). Diese Deutung ist unsicher, da sich ein entsprechendes Rufnamenglied nicht verifizieren lässt (siehe Svoboda 1964;Schlimpert 1978).

Historischer Namenbeleg

Franziska Marek

Belegjahr
1824
Belegort
Groß Patschin (Oberschlesien, heute Paczyna, Polen)
Quellenangabe
gedbas.genealogy.net/person/show/995775223, letzter Zugriff: 11.07.2017.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Polen

Häufigkeit
18432
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2008
Quelle
www.moikrewni.pl/mapa/kompletny/marek.html, letzter Zugriff 13.05.2017.

Tschechische Republik

Häufigkeit
10826
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2015
Quelle
www.kdejsme.cz/prijmeni/Marek/hustota/, letzter Zugriff 13.05.2017.

Slowakei

Häufigkeit
1151
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
1995
Quelle
slovniky.juls.savba.sk/?d=priezviska, letzter Zugriff 13.05.2017.

Historische Verbreitung

Für den Familiennamen Marek finden sich insgesamt 31 Einträge im Reichstelefonbuch von 1942 mit einer Konzentration im Gebiet des ehemaligen Sudetenlandes und im ehemaligen Oberschlesien (Genevolu, letzter Zugriff: 13.05.2017).

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Bahlow, Hans (1985): Deutsches Namenlexikon. Frankfurt am Main. Hier S. 331.
  • Gottschald, Max (2006): Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde von Rudolf Schützeichel. 6. Auflage. Berlin und New York. Hier S. 341.
  • Moldanová, Dobrava (2015): Naše příjmení. 4. Auflage. Praha. Hier S. 11 und 113.
  • Rymut, Kazimierz/Hoffmann, Johannes (2010): Lexikon der Familiennamen polnischer Herkunft im Ruhrgebiet. Band 2. Kraków. Hier S. 22.
  • Schlimpert, Gerhard (1978): Slawische Personennamen in mittelalterlichen Quellen zur deutschen Geschichte. Berlin.
  • Simek, Rudolf/Mikulášek, Stanislav (1995): Kleines Lexikon der tschechischen Familiennamen in Österreich. Wien. Hier S. 85.
  • Svoboda, Jan (1964): Staročeská osobní jména a naše příjmení. 1. Auflage. Praha.
  • Wenzel, Walter (1999): Lausitzer Familiennamen slawischen Ursprungs. Bautzen. Hier S. 167.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Andrea Scheller
Veröffentlichungsdatum
15.10.2019
Zitierhinweis

Scheller, Andrea, Marek, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/1814/1 >