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Ipek

Allgemeines

Häufigkeit
213
Rang
17790
Sprachvorkommen
türkisch
Hauptverbreitung
Türkei

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Rufnamenmuster zu türkisch ipek ‘Seide’. Die Benennung erfolgte nach dem Muster alter türkischer Rufnamen, die oft Naturbegriffe enthielten. An Stoffbezeichungen finden sich dort vor allem Metalle wie Silber und Gold; in Anlehnung daran ist die Benennung nach anderen kostbaren Stoffen möglich. İpek eignete sich besonders gut als Familienname, da das Appellativ im Rahmen der Sprachreform, die zu einer Reihe von Reformbewegungen der frühen Türkischen Republik zählte (wie das Familiennamengesetz), in die türkische Standardsprache eingeführt wurde. Das Appellativ ist im Türkisch-Osmanischen Taschenwörterbuch aufgeführt, das dazu dienen sollte, arabisch-persische Lehnwörter durch regionale und ausgestorbene Wörter sowie Neuschöpfungen zu ersetzen (siehe Türk Dil Kurumu 1935, Seite 165), und wurde auch in einen Namenratgeber aus der Zeit der Einführung von Familiennamen in der Türkei als Benennungsvorschlag aufgenommen (siehe Atalay 1935, Seite 148). İpek konnte so sowohl als Familienname populär werden als auch in der Apellativik das arabischstämmige harir verdrängen.
  2. Benennung nach Beruf zu türkisch ipek ‘Seide’ für jemanden, der Seide herstellt, verarbeitet oder damit handelt.

Deutung unsicher

  1. Benennunng nach Übername zu türkisch ipek ‘Seide’ für jemanden, der sich gerne mit edlen Stoffen kleidete. Da das Appellativ erst im Rahmen der Sprachreform nur kurz vor dem Familiennamengesetz in die türkische Standardsprache eingeführt wurde, kann auch ein entsprechender Übername noch nicht lange existiert haben.

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verbreitung außerhalb Deutschlands

Türkei

Häufigkeit
62462
Angaben zur Quelle
Art der Quelle
Einwohnerzahlen
Jahr der Quelle
2014
Quelle
forebears.io/surnames/ipek, letzter Zugriff 26.02.2019.

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Atalay, Besim (1935): Türk Büyükleri veya Türk Adları. Istanbul. Hier S. 148.
  • Türk Dil Kurumu (1935): Türkçeden Osmanlıcaya Cep Kılavuzu. Istanbul. Hier S. 165.

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Mehmet Aydin
Veröffentlichungsdatum
01.04.2020
Zitierhinweis

Aydin, Mehmet, Ipek, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/17795/1 >