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Zimmer

Allgemeines

Häufigkeit
13035
Rang
136
Sprachvorkommen
deutsch
Hauptverbreitung
Deutschland

Etymologie

Hauptbedeutung

  1. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch zimber , zimer , zimmer ‘Bauholz, Holzbekleidung eines Stollens, Bau, Gebäude, Wohnung’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für einen mit Holz bauenden Handwerker, einen Zimmermann.

In Einzelfällen

  1. Benennung nach Herkunft zum Siedlungsnamen Zimmern (mehrfach in Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen).
  2. Benennung nach Rufname, siehe Ziemer 1. Es handelt sich um eine Laut- und Schreibvariante.
  3. Benennung nach Beruf zu mittelhochdeutsch ziemer ‘Krammetsvogel, Dosselart’. Es handelt sich um einen indirekten Berufsnamen für einen Vogelhändler oder -jäger (siehe Naumann 2007, Seite 293).
  4. Benennung nach Übername zu mittelhochdeutsch ziemer ‘Krammetsvogel, Dosselart’, im übertragenen Sinne vor allem mundartlich (z.B. im Nordharz) für einen schwächlichen, dürren Menschen (siehe Zoder 1968, Band 2, Seite 892).

Verbreitung

Verbreitung innerhalb Deutschlands

Verwandte Artikel (Auswahl)

Literaturhinweise

Literatur

  • Naumann, Horst (2007): Das große Buch der Familiennamen. Alter, Herkunft, Bedeutung. München. Hier S. 293.
  • Zoder, Rudolf (1968): Familiennamen in Ostfalen. Band 2. Hildesheim. Hier S. 892.

Weblinks

Metadaten

Daten zur Artikelerstellung

AutorIn
Rita Heuser
Veröffentlichungsdatum
01.08.2020
Zitierhinweis

Heuser, Rita, Zimmer, in: Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands,
URL: < http://www.namenforschung.net/id/name/136/1 >